Meniskusriss beim Mittelfeldspieler

Bargfrede-Schock: Zwei Monate Pause

Befürchtung am Platz – aber erst bei einer Untersuchung gestern in Bremen gab es Klarheit: Philipp Bargfrede hat sich eine erneute Meniskusverletzung zugezogen.
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Befürchtung am Platz – aber erst bei einer Untersuchung gestern in Bremen gab es Klarheit: Philipp Bargfrede hat sich eine erneute Meniskusverletzung zugezogen.

Bremen - Jetzt ist es traurige Gewissheit: Philipp Bargfrede hat sich beim Rückrundenauftakt auf Schalke einen Meniskusriss im rechten Knie zugezogen. Der Mittelfeldspieler wird noch in dieser Woche in Augsburg operiert und fehlt Werder Bremen mindestens zwei Monate – eher aber noch länger.

„Die Diagnose ist bitter. Philipp ist ein wichtiger Spieler und eine wertvolle Kraft im Team“, äußert sich Trainer Viktor Skripnik in einer Pressemitteilung zur Verletzung des 26-Jährigen, den er über die Maßen schätzt. „Werder mit Bargfrede oder ohne Bargfrede – das ist schon ein Unterschied“, hatte er vor einem halben Jahr noch gesagt. Damals war der defensive Mittelfeldmann gerade von einem Bänderanriss im Sprunggelenk genesen. Nun ist es eine erneute Meniskusverletzung, die Bargfrede stoppt. Schon zum siebten Mal in seiner Karriere, vier Mal war das linke Knie betroffen, zum dritten Mal ist nun auch das rechte an der Reihe.

„Tragisch“, nennt Geschäftsführer Thomas Eichin die Bargfrede-Verletzung: „Für uns ist das ein herber Verlust.“ Der möglicherweise mit der Verpflichtung des Nigerianers Ogenyi Eddy Onazi aufgefangen wird. Werder steht in Kontakt zu dem 23-Jährigen von Lazio Rom (siehe Bericht links), gibt aber „keine Wasserstandsmeldungen ab“, so Eichin. Die Verstärkung des zentralen Mittelfelds stand allerdings auch schon vor dem Ausfall Bargfredes auf seiner Agenda. „Wir arbeiten an dem Thema“, erklärt der 49-Jährige.

Onazi muss aber nicht zwingend die Lösung sein. Werder hat auch noch andere Kandidaten im Blick. Und grundsätzlich könne man auch mit einer internen Lösung leben, beteuert Eichin: „Vielleicht kompensieren wir es auch über Spieler aus unserem Kader.“ Zlatko Junuzovic hatte den Bargfrede-Part schon auf Schalke übernommen und würde es auch weiterhin machen. „Ich kann auf der Sechs spielen, das ist kein Problem für mich“, meint der Österreicher. Eichin hat als Nachrücker außerdem Nachwuchsmann Lukas Fröde, Neuzugang Laszlo Kleinheisler und den zuletzt nicht mal mehr für den Kader nominierten Felix Kroos auf der Liste: „Er ist fester Bestandteil unseres Kaders.“ Abwanderungsgedanken des 24-Jährigen werden folglich ignoriert. Eichin: „Wir befinden uns im Abstiegskampf, da spielen Einzelschicksale keine Rolle.“

csa

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