Liveticker Werder Bremen vs FC Bayern

Werder kassiert Packung gegen Bayern

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Bremen - Von Marc Stehr. Der FC Bayern war am Ende doch eine Nummer zu groß für Werder. Die Münchner feiern einen souveränen 4:0-Sieg in Bremen und nehmen die drei Punkte mit auf die Heimreise. Lesen Sie die Höhepunkte der Partie im Ticker nach.

Live Blog Werder vs Bayern
 

Vorbericht
„Wir freuen uns auf das Spiel am Samstag“, stimmte Thomas Eichin am Donnerstag auf die Partie gegen den Rekordmeister ein. Nach dem 1:0-Arbeitssieg in Freiburg hat Werder den Druck, der nach drei sieglosen Spielen in Folge langsam aufkam, erst einmal im Keim erstickt. 33 Punkte und Platz acht in der Tabelle können sich für einen Verein, der vor wenigen Monaten noch mitten im Abstiegskampf steckte, mehr als sehen lassen. Bemerkenswert ist auch die identische Rückrundenbilanz der beiden Mannschaften. Nur gegen Wolfsburg und Schalke ließ man Punkte, alle restlichen Spiele wurden gewonnen. Folglich stehen die Rivalen gemeinsam an der Spitze der 2015er-Tabelle.

Ein Erfolg gegen die „großen Bayern“ ist somit keineswegs Pflicht, eine Steigerung zur 6:0-Klatsche im Hinspiel sollte es jedoch schon sein. Damals stand Werder mit nur vier Zählern in der Abstiegszone und hatte dem Gegner kaum etwas entgegenzusetzen. Dies soll laut Viktor Skripnik heute anders sein: „Meine Mannschaft wird Vollpower spielen. Wir stellen nicht zwei Busse in den Strafraum.“ Statt der Busse wird der Bremer Strafraum von den „Twin Towers“ Vestergaard und Prödl bewacht, die nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser harmonieren.

Diesen Trend sollten die beiden heute unbedingt fortsetzen, will man die 24 (!) Gegentreffer aus den letzten vier Vergleichen nicht noch weiter in die Höhe schrauben. Obwohl der letzte Punktgewinn gegen das Team von der Isar mehr als fünf Jahre zurückliegt, liest sich die Heimbilanz immer noch hervorragend. Gegen keinen anderen Bundesligisten kassierten die Bayern auswärts so viele Niederlagen wie gegen Werder (19). Demgegenüber stehen 14 Unentschieden und 15 Siege der Münchner.

Zwar muss Skripnik bei der heutigen Partie aus seinen gelbgesperrten Torjäger Franco Di Santo (zwölf Treffer) verzichten, doch auch sein Kollege Pep Guardiola ist zu Änderungen gezwungen. Die Flügelzange, bestehend aus Arjen Robben und Franck Ribery, verletzte sich beim Champions-League-Spiel gegen Donezk (7:0). Außerdem gibt der Spanier Welttorhüter Manuel Neuer eine Verschnaufpause und stellt Pepe Reina, immerhin Champions-League-Sieger mit dem FC Liverpool, zwischen die Pfosten.

Thorsten Kinhöfer aus Herne wird die Begegnung leiten. Der 46-Jährige wird in seinem 210. Bundesliga-Einsatz angesichts des von Thomas Eichin ins Spiel gebrachten Schiedsrichter-Bonus des Rekordmeisters unter besonderer Beobachtung stehen. Für Werder könnte die Nominierung des hauptberuflichen Abteilungsleiters ein gutes Omen sein: Auch beim letzten Erfolg über Bayern hieß der Unparteiische Kinhöfer.

Bei Viktor Skripnik kommen beim Gipfel Erinnerungen hoch: Vor 14 Jahren empfing Werder als Siebter mit seinem heutigen Trainer als Spieler den Tabellenführer aus der bayrischen Landeshauptstadt. In der 40. Minute wurde Thorsten Frings im Strafraum gefoult – beim fälligen Strafstoß erzielte Skripnik sicher den 1:0 Siegtreffer. Ein ähnlich erfolgreicher Ausgang heute wäre „ein Traum. Der Höhepunkt meiner Karriere.“

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