Skripnik: „Es ist für uns eine Luxus-Situation"

Liveticker: Junuzovic erzielt den Ausgleich - 1:1

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Philipp Bargfrede im Duell mit Edgar Prib

Bremen - Lars Stindl trifft für Hannover, Zlatko Junuzovic gleicht mit einem Freistoßtor aus - 1:1. Werder Bremen findet in der HDI-Arena von Beginn an nicht ins Spiel. Hannover 96 hat in der ersten Halbzeit zahlreiche Torchancen.

Live Blog Hannover 96 vs. Werder Bremen
 

„Es ist für uns eine Luxus-Situation. Wir können nur gewinnen“, beschrieb Viktor Skripnik die Situation seiner Mannschaft im Rennen um Europa. Tatsächlich ist die erste Teilnahme am internationalen Geschäft seit fünf Jahren in greifbarer Nähe. Durch den jüngsten 1:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt holte Werder sieben Punkte aus den letzten drei Partien und belegt mit 42 Zählern den siebten Rang. Zu verdanken ist der jüngste Aufwärtstrend insbesondere Davie Selke. Der 20-Jährige erzielte vier der letzten sieben Treffer für die Hanseaten und ist neben Franco di Santo (13 Treffer) der Torgarant für Werder.

Vor dem heutigen Spiel gibt auch die Personalsituation in der Abwehr Grund zur Hoffnung: Zwar ist der Einsatz von Sebastian Prödl (Fieber) ungewiss, dafür steht Winter-Neuzugang und Abwehrchef Yanik Vestergaard laut Skripnik vor der Rückkehr in die Startelf: „Er hat mir im Training gut gefallen. Wir brauchen ihn und er wird mit großer Wahrscheinlichkeit spielen.“ Sollte gegen Hannover ein Sieg gelingen und die Konkurrenz patzen, hätten die Bremer ein kleines Polster vor den Partien gegen Gladbach und Dortmund, die in der Rückrundentabelle den ersten bzw. fünften Platz belegen.

Der heutige Gegner aus der niedersächsischen Landeshauptstadt findet sich in dieser Statistik auf dem letzten Rang wieder. Nur sechs Punkte holten die Hannoveraner in diesem Jahr, seit 15 Spielen wartet das Team auf einen Dreier – die längste Durststrecke seit 13 Jahren. Folglich steckt das Team von Trainer Michael Frontzeck mitten im Abstiegskampf und rangiert zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder auf dem vorletzten Platz. Und ein Blick auf die Bilanz des Nachfolgers von Tayfun Korkut gibt den 96-Fans wenig Grund zur Hoffnung: Der 51-Jährige gewann keines seiner letzten 14 Bundesliga-Heimspiele und hat zudem den niedrigsten Punkteschnitt aller Trainer, die länger als 100 Spiele im Amt waren.

Beim 2:2 in Wolfsburg zeigte die Mannschaft dennoch Moral und kam nach einem 0:2-Rückstand zurück. Um im Kampf um den Klassenerhalt alle Kräfte zu mobilisieren, bezog das Team wie im Vorjahr ein Trainingslager im westfälischen Harsewinkel-Marienfeld. Damals gewann man vier der fünf folgenden Partien und schaffte so den Verbleib in Liga Eins. Ein gutes Omen für die heutige Begegnung?

Die Gesamtbilanz des „kleinen Nordderbys“ setzt Werder klar in die Favoritenrolle: Von 53 Aufeinandertreffen gingen mehr als die Hälfte an die Bremer (28), nur elf Mal ging Hannover als Sieger vom Platz. Zudem gelang dem zweimaligen Deutschen Meister nur ein Sieg aus den letzten sieben Vergleichen – ein 3:2 Heimerfolg vor mehr als drei Jahren.

Um die positive Statistik weiter auszubauen, setzt Viktor Skripnik bis auf den erkrankten Prödl auf exakt dieselbe Startformation wie gegen Frankfurt. Sein Gegenüber Frontzeck kann im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel wieder auf Kapitän Lars Stindl zurückgreifen, der nach einer Gelbsperre zurückkehrt.

Für Schiedsrichter Deniz Aytekin aus Oberasbach ist es der 99. Einsatz in der Bundesliga. Der Betriebswirt leitete in der laufenden Saison bereits den Bremer Auswärtserfolg in Freiburg (1:0).

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