Vorbereiten und/oder treffen - der Offensivstar ist heute voll gefordert

Max Kruse, übernehmen Sie!

Max Kruse hat getroffen! Sollte ihm dies heute auch in Lotte gelingen, würde Trainer Viktor Skripnik sicher mit mehr Enthusiasmus reagieren als im Training gestern.

BREMEN > Die Flanke kam von links, Janek Sternberg war der Absender. Max Kruse nahm den Ball direkt, drückte ihn überlegt entgegen der Laufrichtung von Torhüter Jaroslav Drobny ins lange Eck. Es war ein schönes Tor, eines mit Niveau in der Ausführung – aber auch das einzige, das die Profis des SV Werder Bremen gestern im Übungsspiel des Abschlusstrainings vor dem DFB-Pokalspiel bei den Sportfreunden Lotte (heute, 15.30 Uhr, Sportpark am Lotter Kreuz) zustande brachten.

BREMEN > Die Flanke kam von links, Janek Sternberg war der Absender. Max Kruse nahm den Ball direkt, drückte ihn überlegt entgegen der Laufrichtung von Torhüter Jaroslav Drobny ins lange Eck. Es war ein schönes Tor, eines mit Niveau in der Ausführung – aber auch das einzige, das die Profis des SV Werder Bremen gestern im Übungsspiel des Abschlusstrainings vor dem DFB-Pokalspiel bei den Sportfreunden Lotte (heute, 15.30 Uhr, Sportpark am Lotter Kreuz) zustande brachten.

Dass Max Kruse es erzielt hatte, kam nicht weiter überraschend. Von den Anwesenden auf dem Trainingsplatz war er der Spieler mit der besten Bundesliga-Erfolgsquote. 42 Tore haben sich in 166 Bundesliga-Spielen für ihn angesammelt – nur Claudio Pizarro kommt im Bremer Kader auf mehr, auf viel mehr sogar. Doch Pizarro fehlte gestern, Pizarro fehlt auch heute, wenn Werder beim Drittliga-Aufsteiger aus Lotte Tore braucht, um in die zweite Runde einzuziehen. Deshalb heißt es: Max Kruse, übernehmen Sie!

Max Kruse wird vermutlich trotz des Pizarro-Ausfalls (muskuläre Probleme im Oberschenkel) nicht ganz vorne in der Spitze spielen, sondern etwas dahinter, als zentraler Mann in der offensiven Dreierkette im Mittelfeld. Das mag in der aktuellen Situation wie Verschwendung anmuten, schließlich wäre auch eine Aufstellung mit Kruse als Stürmer und Florian Grillitsch im Mittelfeld denkbar, doch Kruse als der aus Reihe zwei – das hat bei Werder System und soll sich heute im ersten Ernstfall der Saison bewähren.

„Die 10 ist eine gute Position für mich. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich gerne in der Zentrale spielen möchte“, sagt Kruse über die ihm anvertraute Position im Bremer 4-2-3-1-System. In dem soll er den zentralen Stürmer mit Vorlagen füttern – im Normalfall wäre das Pizarro, heute wird es wohl Lennart Thy sein. Kruses Bilanz

die Assists betreffend ist sogar noch besser als seine Trefferquote. 43 Torvorbereitungen sind es bisher in der Liga – da wird hoffentlich auch gegen einen Drittligisten etwas herausspringen.

Der 28-Jährige weiß, dass bei Werder enorm hohe Erwartun-

gen auf ihm lasten. Tore schießen, Tore vorbereiten, am besten auch noch Tore verhindern und irgendwie Werder wieder ein gutes Stück besser machen – das ist es, was der vom VfL Wolfsburg nach Bremen zurückgekehrte Kruse bewerkstelligen soll. Er drückt sich nicht davor, er sagt aber auch: „Ich kann eine Führungsrolle einnehmen und diesen Erwartungen gerecht werden. Ich komme aber nicht und sage: Ich bin der, der die Spiele entscheidet. Das müssen wir schon als Mannschaft erledigen.“

Auch gegen Lotte, den zwei Klassen tieferen Außenseiter. „Schwierig genug“ werde die Aufgabe, glaubt Werder-Coach Viktor Skripnik. Denn Lotte hat schon vier Spieltage hinter sich, ist voll im Rhythmus. Die Bremer dagegen starten nach langer Vorbereitung und intensivem Umbau der Mannschaft erst heute in die Saison. „Wir wissen nicht, wo wir stehen“, meint Skripnik. Ismail Atalan, Coach der SF Lotte, will das ausnutzen. „Bremen wird noch nicht bei hundert Prozent sein. Wenn es einen guten Zeitpunkt gibt, sie zu schlagen, dann ist der jetzt“, erklärt der 36-Jährige.

Carsten Sander ‹

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