„Das Tempo und die Intensität sind höher“

Kainz will nicht der Königstransfer sein

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Florian Kainz blickt optimistisch in die Zukunft.

Zell am Ziller - Vor ihm ist noch Landsmann Zlatko Junuzovic dran. Also wartet Florian Kainz und streicht sich vor dem TV-Interview mit dem ORF im Stadion von Zell am Ziller noch mal kurz durchs Haar. Aber reicht das? Zum Glück steht da auch noch die Kamera von Radio Bremen – und die Frontscheibe eignet sich wunderbar, um die Frisur so direkt nach dem Training noch einmal nachzubessern. Dumm nur für den Österreicher, dass die Kamera aus Versehen läuft, auch ohne Mann dahinter. Das gibt natürlich schöne Bilder – von einem Werder-Profi, der ansonsten so gar nicht eitel wirkt, erst recht nicht auf dem Platz.

Wenn der Ball rollt, dann ist im Training schnell auch Kainz zu sehen. Der 23-Jährige war in der Woche im Zillertal extrem engagiert. Als wolle er zeigen: Die 3,5 Millionen Euro Ablöse, die Werder für mich an Rapid bezahlt hat, bin ich mehr als wert. Schließlich ist der Außenstürmer der bislang teuerste Neuzugang in dieser Saison. „Als Königstransfer würde ich mich aber nicht bezeichnen“, betonte Kainz im Zillertal gegenüber Radio Bremen: „Ich bin froh, dass ich bei Werder spielen darf.“ 

Die nötige Demut ist ihm durch den Wechsel in die deutsche Bundesliga nicht abhanden gekommen. Er weiß, dass es durchaus schwierig werden kann. Im Training ist ihm schon aufgefallen: „Das Tempo und die Intensität sind höher, man hat viel weniger Zeit. Die Zweikämpfe sind härter.“ Doch bislang habe er sich ganz gut zurechtgefunden.

Nur sprachlich gibt es Probleme. Ja, wirklich sprachlich. Und das bei einem Österreicher. Doch Kainz gesteht ganz offen: „Ich muss noch ein paar österreichische Wörter weglassen.“ Welche zum Beispiel? „Leiberl“, antwortet der 23-Jährige. Wenn er das sage, wüsste eben nur Junuzovic, dass es um ein Leibchen geht. Da war es mal wieder ganz angenehm, dass mit dem ORF ein TV-Sender aus der Heimat vorbeischaute. Wenngleich Kainz die Bilder als Friseur wohl noch länger verfolgen dürften.

kni

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