Werder kann Köln heute distanzieren / Bangen um Pasanen / Fritz lobt Stimmung

Eine günstige Gelegenheit - Bangen um Pasanen

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Trainer Thomas Schaaf im Sechs-Augen-Gespräch mit Mikael Silvestre (links) und Per Mertesacker. Die beiden Abwehrspieler werden heute Abend in Köln vermutlich Werders Innenverteidigung bilden.

Bremen - Von Malte Rehnert· Die Chance ist groß! Mit einem Sieg heute Abend (18.30 Uhr) beim 1. FC Köln kann Werder Bremen den Gegner im Tabellenkeller „fesseln“ und sich selbst im Mittelfeld festsetzen. Bei einem Erfolg – es wäre erst der zweite in der Fremde in dieser Bundesliga-Saison – hätte Werder (13.) schon neun Punkte Vorsprung auf den FC (16.). Das würde noch mehr Selbstvertrauen, Sicherheit und Ruhe für die kommenden Wochen geben.

Aber: Gestern im Abschlusstraining gab’s schon wieder ein personelles Problem: Bei einem Kopfballduell kurz vor Ende der Einheit krachten Petri Pasanen und Leon Balogun zusammen. Pasanen zog sich dabei einen „Cut“ über dem rechten Auge zu, sein Einsatz heute ist gefährdet. „Es blutet noch. Ich kann nicht sagen, ob ich spielen kann“, meinte der Finne, der sich auf dem Weg in die Kabine ein Tuch auf die Wunde drückte.

Pasanen verletzt sich beim Abschlusstraining

Ein Ausfall des 30-Jährigen würde schwer wiegen, denn dann hätte Trainer Thomas Schaaf kaum noch Alternativen. In Naldo, Dominik Schmidt und Sebastian Boenisch (alle verletzt) sind schon drei Abwehrspieler verletzt. Zudem verpasst Sebastian Prödl (Gelbsperre) sein erstes Saisonspiel. „Natürlich fehlt seine Qualität. Er hat in dieser Saison viele gute Dinge aufgezeigt“, lobt Schaaf. Als letzte Option für die Defensive bliebe nur noch Balogun, ansonsten müsste ein „Positions-Fremder“ hinten aushelfen.

Und wenn Pasanen spielen kann, bleibt die Frage: Wo? In der Mitte? Dann könnte Mikael Silvestre links weitermachen. Dort hatte er gegen Hoffenheim (2:1) sein wohl bestes Saisonspiel gezeigt. Wahrscheinlicher ist aber, dass Pasanen außen spielt und der Franzose nach innen neben Per Mertesacker rückt, wo er ohnehin am liebsten verteidigt – und wo Schaaf ihn im Trainingslager mehrfach getestet hatte. „,Merte‘ ist ein sehr erfahrener Mann mit 73 Länderspielen. Wir haben beide ein sehr gutes Spielverständnis, deshalb kann ich mir sehr gut vorstellen, neben ihm zu spielen“, sagt Silvestre, der über seine ansteigende Form nicht überrascht ist: „Es hat mir geholfen, dass ich diesmal die Vorbereitung absolvieren konnte. Ich kenne meinen Wert und weiß, was ich für die Mannschaft bringen kann.“

Doch nicht nur der 33-Jährige macht seit dem Trainingslager in Belek einen besseren Eindruck, auch seine Teamkollegen wirken viel entschlossener. „In der Hinrunde haben wir uns oft zu sicher gefühlt und dann mehrfach einen auf die Nase bekommen. Im Urlaub hatte jeder Zeit zum Nachdenken“, erklärt Clemens Fritz den offenbar wieder entdeckten Teamgeist. „Man merkt, dass jeder positiv gestimmt ist. Und das Hoffenheim-Spiel mit dem späten Siegtor hat uns noch mal einen doppelten Schub gegeben. Da hat man gesehen, dass das Team intakt ist“, urteilt der Rechtsverteidiger und prophezeit: „Wenn wir diese Leidenschaft auch in Köln zeigen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir da drei Punkte holen.“

Optimistisch klingt auch Stürmer Marko Arnautovic: „Wir sind gut drauf und haben uns gegen Hoffenheim ein bisschen Selbstvertrauen geholt. Ich hoffe, es wird ein gutes Spiel.“

Das hofft auch Klaus Allofs. Der Werder-Sportchef weiß um die günstige Gelegenheit, Köln mit einem Sieg distanzieren zu können. Er hat jedoch auch noch die Hinrunde im Kopf, als auf Erfolgserlebnisse häufig harte Nackenschläge folgten – und deshalb gibt sich der 54-Jährige betont zurückhaltend: „Wir sind da unten noch längst nicht raus, das wird ein langer Weg. Ich denke, es dauert noch ein paar Wochen, bis wir dann hoffentlich auf der sicheren Seite sind.“ Der Sieg zum Rückrunden-Auftakt gegen Hoffenheim habe „die Stimmung im Umfeld und bei den Fans natürlich verbessert. Und es macht die Arbeit auch leichter“, urteilt Allofs, fügt aber sofort an: „Es war eben nur ein erster, kleiner Schritt.“

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