1:0 gegen Ingolstadt: Werders gelungene Generalprobe / Skripnik: „So weiter“

Bartels trifft, Sane räumt ab

Glückwünsche an den Schützen des entscheidenden Tores: Fin Bartels (Zweiter von links) schoss Werder gestern zum Sieg gegen Ingolstadt. Foto: nordphoto

Lohne - Die Bremer Gesichter sahen gestern Nachmittag auf dem Rasen des Heinz-Dettmer-Stadions in Lohne ziemlich zufrieden aus. Gerade hatte Werder bei der Generalprobe für den Pflichtspielstart in einer Woche den FC Ingolstadt mit 1:0 (1:0) besiegt.

„Das zeigt, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen“, resümierte Trainer Viktor Skripnik: „Wir haben einen Bundesligisten geschlagen – und dann auch noch zu null. Das freut uns sehr. So wollen wir weitermachen. Ruhig, nicht hektisch.“

Für Werder, das auf dem Rückweg aus dem Trainingslager in Herzlake Station auf dem Gelände von Blau-Weiß Lohne gemacht hatte, war es in der Vorbereitung auf die kommende Saison der erste Sieg gegen einen hochkarätigen Gegner. Sportchef Frank Baumann hatte dabei eine „über weite Strecken ordentliche Leistung“ gesehen: „Wir standen in der Defensive gut und hatten auch Aktionen nach vorne.“

Das einzige, was nicht so recht passte, war die erste Viertelstunde – und das sprach Kapitän Clemens Fritz dann auch kritisch an: „Da haben wir uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen von den robusten und zweikampfstarken Ingolstädtern.“ Die Bayern, die extra für diesen Test angereist waren und abends direkt zurückflogen, hatten auch gleich die erste Chance. Alfredo Morales schoss volley drüber (4.). Von Werder war in der Offensive vor rund 3.000 Zuschauern anfangs fast nichts zu sehen. 

Dabei hatte Trainer Viktor Spripnik im letzten Test seine stärkste Formation im neuen 4:2:3:1-System aufgeboten – genau so könnte sie auch am kommenden Sonntag im DFB-Pokalspiel bei den Sportfreunden Lotte aussehen. Die erste gute Möglichkeit gab es nach einer Ecke. Es war ein Kopfball von Neuzugang Lamine Sane (26.), der eigentlich geschont werden sollte – dann aber doch 90 Minuten spielte. 

„Lamine und auch die medizinische Abteilung hat gesagt, dass er locker starten kann“, erklärte Skripnik. Von Knieproblemen war beim Senegalesen nichts zu sehen, er lieferte in der Innenverteidigung neben Niklas Moisander eine grundsolide Leistung ab und war vor allem in Kopfballduellen fast immer der Sieger.

Max Kruse, der einen Tag vor Sane verpflichtet worden war, hatte zunächst kaum auffällige Szenen. Aber dann feuerte der 28-jährige Fixpunkt der Bremer Offensive den den ersten gefährlichen Torschuss ab – knapp vorbei (32.). Kurz darauf zeigte Kruse dann, warum er für Werder enorm wertvoll werden kann. Nach Pass von Zlatko Junuzovic spielte er im Sechzehner Fin Bartels frei, der sich elegant drehte und abschloss. Innenpfosten, Tor, 1:0 (41.).

Im Verlauf der zweiten Halbzeit wechselten Skripnik und sein Ingolstädter Kollege Markus Kauczinski munter durch, der Spielfluss ging spürbar verloren. Weil Werder gegen ziemlich ideen- und harmlose „Schanzer“ aber weiterhin aufmerksam verteidigte und Keeper Felix Wiedwald kurz vor Schluss einen abgefälschten Freistoß von Antony Jung entschärfte (89.), reichte es am Ende zum knappen Sieg – und der stimmte dann auch Clemens Fritz versöhnlich: „Insgesamt war es ein sehr guter Test.“

Werder: Wiedwald - Gebre Selassie (60. Guwara), Sane, Moisander (60. Caldirola), Sternberg (78. U. Garcia) - Fritz, Junuzovic - Yatabare (82. Hajrovic), Kruse, Bartels (74. Kainz) - Thy (46. Johannsson).

Ingolstadt: Orjan (73. Hansen) - Levels (58. Bregerie), Matip, Wahl (58. Hadergjonaj), Suttner (58. Cohen), Morales, Roger (58. Jung), Hartmann (56. Multhaup), Groß, Leckie (58. Leipertz), Lezcano.

mr

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