Werder-Profi hat schon vier Abstiege erlebt

Bartels: Ein Drama in fünf Akten?

Fin Bartels - Foto: nph

Bremen - Es begann 2007. Fin Bartels war 20 Jahre alt und erlebte mit Holstein Kiel den ersten Abstieg seiner Karriere. Aus der Regionalliga ging es runter in die Oberliga – und für den jungen Offensivspieler doch hoch, viel höher sogar als zuvor.

Der damalige Erstligist Hansa Rostock verpflichtete ihn, stieg aber prompt ab (2008) und musste zwei Jahre später auch die zweite Liga verlassen. Bartels fiel die Treppe aber erneut hinauf – der FC St. Pauli holte ihn zurück in die erste Liga. Für genau ein Jahr, denn – man ahnt es – auch die Kiez-Kicker hielten die Klasse nicht. Und Bartels war mit gerade erst 24 Jahren zum vierten Mal abgestiegen.

Als Werder Bremen ihm 2014 die nächste Chance in Liga eins bot, sollte das Leben als Seuchenvogel eigentlich vorbei sein. Schluss mit der schwarzen Serie! Doch im Moment sieht es so aus, als könnte Fin Bartels in Kürze den fünften Akt seines ganz persönlichen Dramas erleben. Ein Trauma? „Natürlich kommen die Gedanken hoch, dass man so etwas nicht nochmal erleben möchte“, sagt der mittlerweile 29-Jährige: „Und dass man es gut kennt, dass die Situation brenzlig ist.“

Die sehr speziellen Erfahrungen neidet ihm freilich niemand. Und so richtig mag man ihn auch gar nicht fragen, was Werder denn nun zu tun und zu lassen habe, um das Schlimmste zu verhindern. Schließlich hat weder Rostock noch St. Pauli damals mit Bartels das Anti-Abstiegsmittel entwickelt. Die Clubs und Situationen seien allerdings auch überhaupt nicht miteinander zu vergleichen, behauptet er: „Ich habe bei Werder zurzeit ein komplett anderes Gefühl. Wie wir uns intern Mut machen – das stimmt mich einfach optmistisch.“ Und dass es sein Schicksal ist, ein Absteiger zu sein, hält er ohnehin für großen Nonsens: „Ich glaube nicht an Schicksal. Gerade im Fußball hat man viel selbst in der Hand.“

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