Polizei: Al-Kaida plante Anschlag in Norwegen

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David Jakobsen (li.) im Gerichtssaal in Oslo. Er ist einer der drei Verdächtigen.

Oslo - Drei Männer mit Wohnsitz Oslo sollen für das Terrornetz Al-Kaida einen Bombenanschlag in Norwegen vorbereitet haben. Gegen sie wurde Untersuchungshaft verhängt.

Wegen dieses Verdachts verhängte ein Haftrichter am Montagabend je vier Wochen Untersuchungshaft gegen zwei aus der Gruppe. Der dritte Terrorverdächtige wurde während eines Deutschland-Besuches in Duisburg festgenommen und wird wahrscheinlich noch diese Woche an Norwegen ausgeliefert.

Der Polizeigeheimdienst hatte Donnerstag in Oslo einen 39 Jahre alten Norweger uigurischer Abstammung sowie einen 31-jährigen Usbeken mit Dauer-Aufenthaltsgenehmigung für Norwegen festgenommen. Bei der nichtöffentlichen Verhandlung vor dem Haftrichter wurde überraschend klar, dass der Usbeke seit Ende 2009 als Informant für die Polizei gearbeitet und Pläne der Gruppe ausgeplaudert hatte.

Der im Duisburger Stadtteil Meiderich festgenommene Mann ist ein 37 Jahre alter irakischer Kurde - auch er hat eine Dauer-Aufenthaltserlaubnis für Norwegen. Die drei sollen Chemikalien zur Herstellung von Bomben in Apotheken gekauft haben.

Die norwegischen Behörden gaben offiziell keine Auskunft über Einzelheiten. Sie erklärten aber, es gebe eine internationale Fahndungszusammenarbeit und “Zusammenhänge“ mit mutmaßlichen Al- Kaida-Terrorplänen gegen die New Yorker U-Bahn sowie im britischen Manchester.

Man habe die drei Männer seit längerem überwacht, hieß es weiter. Nach Medienangaben ließ der Geheimdienst von Apotheken statt der bestellten Chemikalien zum Bombenbau völlig harmlose Flüssigstoffe gleichen Aussehens an die Verdächtigen ausliefern.

dpa

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