Noch keine Spur von gestohlener Papst-Reliquie

+
Die nun gestohlene Reliquie im Kölner Dom. Foto: Oliver Berg/Archiv

Köln (dpa) - Die aus dem Kölner Dom gestohlene Reliquie mit einem Blutstropfen von Papst Johannes Paul II. ist weiterhin verschwunden. Die Polizei konnte allerdings weiter eingrenzen, wann es in etwa zu dem Diebstahl kam.

Ein Zeuge habe angegeben, die Reliquie noch am Samstagabend um 19.30 Uhr gesehen zu haben, sagte eine Sprecherin. Der Diebstahl war am Sonntagmorgen entdeckt worden.

Bei der Reliquie handelt es sich um ein Stoffläppchen mit dem Blut des mittlerweile heiliggesprochenen Papstes. Sie befand sich in einer Glaskapsel, die aus einer Art Statue herausgebrochen wurde. Es handelte sich um eine sogenannte Berührungsreliquie - die Gläubigen hatten die Möglichkeit, sie anzufassen. Über den ehemaligen Kölner Kardinal Joachim Meisner war sie nach Köln gelangt. Meisner selbst habe berichtet, noch am Samstag gegen 18.30 Uhr vor ihr gebetet zu haben, sagte Dompropst Gerd Bachner.

Im Dom gebe es eine Videoüberwachung, sagte Bachner. Die Stelle, an der die Reliquie zu finden war, sei aber nicht im Bild gewesen. Man habe sich nicht vorstellen können, dass die Reliquie gestohlen würde. Der materielle Wert sei verhältnismäßig gering. Mittlerweile hat das Domkapitel eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zum Fund führen.

PM Erzbistum

Mehr zum Thema:

Dardais Überraschungsteam

Dardais Überraschungsteam

500 Zivilisten in Aleppo getötet

500 Zivilisten in Aleppo getötet

Grundschule Horstedt feiert Geburtstag

Grundschule Horstedt feiert Geburtstag

Nikolaus im Kindergarten Stuckenborstel

Nikolaus im Kindergarten Stuckenborstel

Meistgelesene Artikel

Zahl der Todesopfer nach Brand bei Lagerhaus-Party gestiegen

Zahl der Todesopfer nach Brand bei Lagerhaus-Party gestiegen

Grünes Licht für fahrplanmäßigen Betrieb des Gotthard-Basistunnels

Grünes Licht für fahrplanmäßigen Betrieb des Gotthard-Basistunnels

Große Solidarität: Zé Roberto spielt für Chapecoense

Große Solidarität: Zé Roberto spielt für Chapecoense

Jugendliche blamieren den “Meist gehassten Mann der USA“

Jugendliche blamieren den “Meist gehassten Mann der USA“

Kommentare