16 Tote bei Unwetter in Mazedonien

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In den Straßen Skopjes stand das Wasser zum Teil meterhoch. Gebäude brachen zusammen, Erdrutsche setzten Dutzende Autos fest. Foto: Georgi Licovski

Die Katastrophe des schweren Unwetters über Skopje am Samstagabend kommt erst am nächsten Morgen zum Vorschein: Mindestens 16 Tote, über 100 Verletzte, zerstörte Dörfer. Und neue Sintfluten sind in Sicht.

Skopje (dpa) - Ein schwerer Gewittersturm mit stundenlangem Starkregen hat in der mazedonischen Hauptstadt Skopje mindestens 16 Menschen das Leben gekostet. Das teilten Polizei und Innenministerium mit.

Weitere sechs Menschen würden nach dem Unwetter vom Samstagabend noch vermisst. Medien zählten bereits 20 Tote und weit über 100 Verletzte. Weitere 30 Menschen wurden nach Behördenangaben in Krankenhäuser gebracht.

"Es waren apokalyptische Szenen", beschrieben Reporter der örtlichen Zeitung "Telegraf" die Lage: Autos wurden von der Ringautobahn weggespült, Hubschrauber suchten das Gelände nach Überlebenden ab. Schlamm, umgeknickte Bäume, herausgebrochene Steine überall. Das Dorf Stajkovci ganz am Stadtrand ist besonders schwer getroffen.

"Das waren Szenen wie im Katastrophenfilm", schildert das Blatt in seiner Onlineausgabe: Autos und landwirtschaftliche Maschinen wurden wie Spielzeug durchs Dorf gespült.

Das Unwetter dauerte etwa fünf Stunden. In dieser Zeit seien 93 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, bilanzierten die Meteorologen. In den Straßen stand das Wasser zum Teil meterhoch. Gebäude brachen zusammen, Erdrutsche setzten Dutzende Autos fest. Viele Autofahrer, die unter Brücken und Unterführungen Schutz vor den Fluten gesucht hatten, saßen durch die Wassermassen wie in der Falle. Für Sonntagabend waren bereits neue Fluten angekündigt.

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