Technischer Defekt?

Experte soll Ursache für Gasunglück in Memmingen klären

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Fahrzeuge vom Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr und weiteren Rettungsdiensten vor dem Hotel in Memmingen. Foto: Thomas Pöppel

In einem Hotel in Memmingen strömt Gas aus. Ein Gast fällt in Ohnmacht. Die Rettungskräfte rücken zu einem stundenlangen Großeinsatz aus. Mittlerweile ist das Hotel wieder geöffnet, doch die Ermittlungen zur Ursache laufen noch auf Hochtouren.

Memmingen (dpa) - Einen Tag nach dem Gasunglück in einem Hotel in Memmingen mit 27 Verletzten ist die Ursache weiterhin unklar.

Zur genaueren Untersuchung sei ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes in Memmingen eingetroffen, teilte das Polizeipräsidium in Kempten mit. Die Polizei hält bisher einen technischen Defekt für wahrscheinlich.

Das Hotel, das nach dem Vorfall vom Freitag zunächst geschlossen werden musste, habe inzwischen wieder geöffnet, teilten die Beamten weiter mit. Im Zentrum der weiteren Untersuchungen stehe das hoteleigene Blockheizkraftwerk. Es sei heruntergefahren worden, so dass keine weitere Gefährdung entstehen könne.

Ein weiblicher Hotelgast aus Berlin und eine 34-jährige Angestellte waren am Freitag schwer verletzt in eine Klinik gebracht worden. 25 Menschen wurden mit leichteren Verletzungen behandelt.

Bei dem Einsatz am Freitag waren Dutzende Helfer der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz. Das Hotel musste evakuiert werden, nachdem festgestellt worden war, dass Kohlenmonoxid im Keller des Gebäudes ausgetreten war.

"Durch die Abschaltung aller in Frage kommenden technischen Geräte und Lüftung des Gebäudes konnte die Kohlenstoffmonoxidbelastung beseitigt werden", hatte die Polizei bereits am späten Freitagabend mitgeteilt. Für den Einsatz waren mehrere Straßen in der Innenstadt gesperrt worden.

Der Alarm war am Freitag kurz vor 12.00 Uhr ausgelöst worden, als eine Frau in dem Hotel bewusstlos wurde. Als die Sanitäter eintrafen, schlug bei ihnen ein automatisches Messgerät an und machte auf das Gas aufmerksam. Die erste Rettungsdienstbesatzung forderte sofort umfangreiche Unterstützung an.

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