Nathan Drake geht mit einem Knall: "Uncharted 4" im Test

Schätze suchen, Klettern, Rätseln, das gelegentliche Feuergefecht: Inhaltlich orientiert sich "Uncharted 4" an seinen erfolgreichen Vorgängern. Die Stärke liegt in der Erzählweise. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
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Schätze suchen, Klettern, Rätseln, das gelegentliche Feuergefecht: Inhaltlich orientiert sich "Uncharted 4" an seinen erfolgreichen Vorgängern. Die Stärke liegt in der Erzählweise. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
Der moderne Schatzsucher muss auch ordentlich austeilen können. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
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Der moderne Schatzsucher muss auch ordentlich austeilen können. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
Manchmal wird es doch rabiat. Aber vielen Feuergefechten kann man ausweichen, insgesamt wird in "Uncharted 4" deutlich weniger geschossen als im Vorgänger. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
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Manchmal wird es doch rabiat. Aber vielen Feuergefechten kann man ausweichen, insgesamt wird in "Uncharted 4" deutlich weniger geschossen als im Vorgänger. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
Der Schatzsucher Nathan Drake hat das Abenteurerleben zu Beginn von "Uncharted 4: A Thieve&#39s End" an den Nagel gehängt. Er genießt lieber das Familienleben mit seiner Elena. Doch dann kommt unerwarteter Besuch. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
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Der Schatzsucher Nathan Drake hat das Abenteurerleben zu Beginn von "Uncharted 4: A Thieve's End" an den Nagel gehängt. Er genießt lieber das Familienleben mit seiner Elena. Doch dann kommt unerwarteter Besuch. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
Drakes Ruhestand ist schnell vorbei: Sein totgeglaubte Bruder Sam (l) taucht auf und hat Hinweise auf einen lukrativen Piratenschatz dabei. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
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Drakes Ruhestand ist schnell vorbei: Sein totgeglaubte Bruder Sam (l) taucht auf und hat Hinweise auf einen lukrativen Piratenschatz dabei. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
Grafikpracht gibt es in "Uncharted 4" auch unter Wasser. Die Darstellungsqualität lässt manchen Spiele-PC alt aussehen. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
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Grafikpracht gibt es in "Uncharted 4" auch unter Wasser. Die Darstellungsqualität lässt manchen Spiele-PC alt aussehen. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
Alle Figuren - hier Gegenspielerin Nadine und einer ihrer Schergen - sind außerordentlich detailliert dargestellt. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment
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Alle Figuren - hier Gegenspielerin Nadine und einer ihrer Schergen - sind außerordentlich detailliert dargestellt. Screenshot: Sony Computer Entertainment Foto: Sony Computer Entertainment

Eine spannende Geschichte, die ihre Charaktere in den Mittelpunkt stellt, und dramatische Action, die spielerische Freiheit nicht einschränkt: "Uncharted 4" beweist eindrucksvoll, dass erwachsene Videospiele nicht langweilig sein müssen.

Berlin (dpa/tmn) – "A Thief's End" - "Das Ende eines Diebes". Schon der Untertitel macht mehr als deutlich, dass "Uncharted 4" nicht einfach eine weitere Episode der erfolgreichen Serie ist.

Entwickler Naughty Dog zieht mit Teil 4 einen Schlussstrich unter die Abenteuer von Schatzjäger Nathan Drake – und was für einen. Denn in technischer und erzählerischer Hinsicht ist Sonys Exklusivtitel für die Playstation 4 eines der besten Spiele der vergangenen Jahre.

Angesichts der turbulenten Entwicklungsgeschichte des Spiels ist das ein kleines Wunder: Denn Amy Hennig, Schöpferin der ersten drei "Uncharted"-Titel, arbeitet inzwischen für Electronic Arts an einem Spiel im "Star Wars"-Universum. Stattdessen stammt "Uncharted 4" von Bruce Straley und Neil Druckmann, den kreativen Köpfen hinter dem preisgekrönten Endzeit-Szenario "The Last of Us".

So düster wie "The Last of Us" ist "Uncharted 4" aber nicht geworden. Auch im vierten Teil bleibt die virtuelle Schatzsuche ein bunt-bombastisches Actionspektakel im Hollywood-Stil. Die Geschichte ist schnell erzählt: Serienheld Nathan Drake hat die Ganovenkarriere an den Nagel gehängt, stattdessen führt er nun ein normales Leben mit Reihenhaus, Job und Ehefrau Elena. Doch dann steht plötzlich sein totgeglaubter Bruder Sam vor der Tür. In seinem Gepäck: ein Hinweis, der die Drake-Brüder zu einem legendären Piratenschatz führen könnte.

Das ist der Auftakt einer Schatzsuche, die Nathan und Sam von Italien bis Madagaskar einmal um die Welt führt. Natürlich gibt es unterwegs reichlich Fassaden und Felswände zu erklettern, Rätsel zu lösen und Schießereien mit konkurrierenden Schatzjägern zu überstehen. Und natürlich warten auf dem Weg zum Schatz zahlreiche Fallen, Verfolgungsjagden und überraschende Wendungen.

Inhaltlich unterscheidet sich "Uncharted 4" also kaum von seinen Vorgängern oder anderen Spielen. Was den Titel so besonders macht, ist die Qualität der Erzählweise: Anders als viele Konkurrenten stellt "Uncharted 4" nie seinen Plot oder die Hintergrundgeschichte in den Mittelpunkt, stattdessen liegt der Fokus wie bei guten Büchern oder TV-Serien stets auf den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander. Die Jagd nach dem Schatz ist so nur Kulisse für eine fesselnde und überraschend erwachsene Geschichte über Vertrauen, Loyalität und Besessenheit.

Dass das funktioniert, liegt vor allem an den gut geschriebenen und exzellent vertonten Dialogen. So wird es selbst dann nicht langweilig, wenn Nathan und Elena sich nur über den Abwasch streiten. Den Rest erledigt die Technik: Virtuelle Menschen sahen in einem Spiel noch nie so gut aus wie in "Uncharted 4", von kleinsten Details wie hochgezogenen Augenbrauen bis zu den Animationen beim Klettern an Felswänden. Und auch sonst steckt die Grafik mit stimmungsvollen Lichteffekten und postkartenreifen Panoramen an vielen Stellen selbst hochgezüchtete Spiele-PCs in die Tasche.

Spielerisch gibt sich "Uncharted 4" weniger revolutionär: Im Grunde bietet es noch immer die gleiche Mischung aus Action, Kletterei und Rätselei wie die Vorgänger. Allerdings genießt der Spieler dabei spürbar größere Freiheiten als zuvor. Beim Klettern gibt es jetzt zum Beispiel oft mehrere Wege, die zum Ziel führen. Viele Gegner lassen sich schleichend erledigen oder ganz umgehen. Und selbst wer das ignoriert, wird in "Uncharted 4" deutlich weniger ballern als in anderen Episoden der Serie.

Für den Mehrspielermodus gilt das allerdings nicht: Hier gibt Naughty Dog jede Zurückhaltung auf und lässt Spieler in einem kunterbunten Action-Chaos mit vielen bekannten Charakteren und Versatzstücken der "Uncharted"-Reihe gegeneinander antreten. Zumindest für ein paar Stunden ist das sehr unterhaltsam - langfristiger Spaß ist ungewiss.

Selbst ohne Mehrspielermodus lohnt sich der Kauf von "Uncharted 4" aber uneingeschränkt, sowohl für Fans der Reihe als auch für Neulinge. Auch deshalb, weil der Titel ein gutes Stück länger ist als viele andere Actionspiele: Fünfzehn Stunden sollten Spieler für die Jagd nach dem Piratenschatz mindestens einplanen. "Uncharted 4" ist ab sofort für die Playstation 4 mit einer Altersfreigabe von 16 Jahren und für rund 60 Euro im Handel erhältlich.

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