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Burfeind: „Gutes Reiten ist eine Frage der Dosierung“

Dressur-Spezialist aus Sandbostel will bei VER-Dinale wieder auftrumpfen

Burfeind: „Gutes Reiten ist eine Frage der Dosierung“

028.01.12|Kreis Verden|Kreis Verden|
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Artikel: Burfeind: „Gutes Reiten ist eine Frage der Dosierung“

Verden - Von Jürgen HonebeinDer 45-jährige Hartwig Burfeind aus Sandbostel zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Dressurreitern der VER-Dinale. Mit dem Hengst Goofy de Lully siegte er im „Grand Prix de Dressage“ 2009 und 2010. „Goofy ist inzwischen 18 Jahre alt und in den Ruhestand gegangen. Ich bewege ihn nur noch ein wenig, aber reite ihn nicht mehr auf Turnieren“, sagt Hartwig Burfeind.

Dominierte in Verden im „Grand Prix“ 2009 und 2010: Hartwig Burfeind. ·

© Foto: von Staden

Dominierte in Verden im „Grand Prix“ 2009 und 2010: Hartwig Burfeind. ·

Im vergangenen Jahr musste sich der Sandbosteler mit seinem zwölfjährigen Hannoveraner Hengst De Value mit Platz vier begnügen. „Er hatte noch einige Haken und Ösen, weil er noch nicht so erfahren war. Dieses Jahr wird das sicher besser werden“, gibt sich Burfeind optimistisch. Natürlich hofft der sympathische Reitersmann auf den dritten Erfolg in dieser hochklassigen Dressurprüfung, doch die Konkurrenz aus dem In- und Ausland ist groß. Vor allen Dingen vor Bianca Kasselmann, Leonie Bramall (Kanada) und Martin Christensen sowie Altmeisterin Karin Rehbein hat er großen Respekt.

Hartwig Burfeind wurde auf dem elterlichen Hof in Sandbostel groß und saß schon in frühen Jahren „sicher“ im Sattel. Als jugendlicher Reiter freute er sich über viele Turniererfolge in ländlicher Umgebung – in der Dressur und im Springsattel. Als Junger Reiter ritt der heute 45-Jährige dann nur noch Dressurprüfungen und feierte mit der legendären Stute Waldsee große Erfolge. So wurde er zwei Mal Deutscher Meister, Europameister mit der Mannschaft und holte die Bronzemedaille im Einzel.

1988 übernahm Hartwig Burfeind den elterlichen Ausbildungs- und Handelsstall in Sandbostel, den er heute zusammen mit seiner Lebensgefährtin Juliana Brunkhorst, eine ebenfalls sehr erfolgreiche Dressurreiterin, führt. Burfeind feierte viele Erfolge im Dressurviereck. Inzwischen kann er auf über 300 Siege in schweren Dressurprüfungen verweisen, eine wahrlich stolze Bilanz, mit der nur wenige Reiter mithalten können. Mehrmals holte er das Deutsche Championat der Berufsreiter. Landesmeister wurde er inzwischen sogar schon sage und schreibe zehn Mal. Im FN-Ranking 2010 belegte er einen tollen vierten Platz.

Hartwig Burfeind trainiert nach den Grundsätzen der klassischen Dressur. Wichtig für ihn ist eine schonende Ausbildung seiner Pferde: „Ich bevorzuge die tägliche Arbeit in einem kleinen Gang, denn gutes Reiten ist auch eine Frage der Dosierung“, lautet das Motto von Burfeind. Dass sich alle seine Pferde mit leichter Hand nachreiten lassen, belegt die Richtigkeit seiner vertretenen Philosophie.

Seine reiterliche Grundausbildung erhielt Hartwig Burfeind von seinem Vater Hinrich. Zu seinen Ausbildern zählten so bekannte Größen wie Willi Schultheis, Herbert Rehbein, Jean Bemelmans, Harry Boldt und auch der jetzige Bundestrainer Holger Schmezer. Jahrelang trainierte Hartwig Burfeind auch ambitionierte Dressurreiter in den USA. Die Lehrgänge waren immer weit im voraus ausgebucht. Noch heute bestehen sehr gute Verbindungen in die Vereinigten Staaten.

Burfeind freut sich auf die VER-Dinale: „Es ist für mich ein Turnier, das fast vor der Haustür liegt. Da habe ich nicht eine solch weite Anreise und zudem ist die Atmosphäre immer sehr familiär“.

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