Handballer auf EM-Halbfinal-Kurs - "Grandiose Leistung"

Die deutschen Handballer besiegten Ungarn ohne Probleme. Foto: Maciej Kulczynski
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Die deutschen Handballer besiegten Ungarn ohne Probleme. Foto: Maciej Kulczynski
Jannik Kohlbacher (M.) beim Torabschluss. Foto: Maciej Kulczynski
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Jannik Kohlbacher (M.) beim Torabschluss. Foto: Maciej Kulczynski
Hendrik Pekeler (l) greift in der Abwehr zu. Foto: Maciej Kulczynski
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Hendrik Pekeler (l) greift in der Abwehr zu. Foto: Maciej Kulczynski
Bundestrainer Dagur Sigurdsson (l) und die Bankspieler bejubeln einen Torerfolg. Foto: Maciej Kulczynski
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Bundestrainer Dagur Sigurdsson (l) und die Bankspieler bejubeln einen Torerfolg. Foto: Maciej Kulczynski
Christian Dissinger (r) ist von zwei Ungarn kaum aufzuhalten. Foto: Maciej Kulczynski
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Christian Dissinger (r) ist von zwei Ungarn kaum aufzuhalten. Foto: Maciej Kulczynski

Die deutschen Handballer haben einen traumhaften Einstand in die Hauptrunde der EM gefeiert. Durch den Sieg gegen Ungarn ist das Halbfinale weiter im Visier. Nächster Gegner ist Russland.

Breslau (dpa) - Sie klatschten sich mit einem zufriedenen Lächeln ab und hüpften kurz im Kreis. Mit 29:19 deklassierte die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson die ungarische Handball-Nationalmannschaft.

Mit dem dritten Sieg in Serie bei der EM in Polen lebt die DHB-Auswahl weiter ihren Traum vom Halbfinale. "Es war eine grandiose Leistung", lobte Coach Sigurdsson. "Die Disziplin, dieser Wille, die Art und Weise, wie wir spielen, kostet viel Kraft und Energie und das haben die Jungs alles gemacht."

Im ersten Spiel der Hauptrunde avancierte Fabian Wiede mit sechs Treffern vor rund 4000 Zuschauern zum besten Torschützen im deutschen Team. Erstmals im Verlauf des Turniers musste das die DHB-Auswahl keinem Rückstand hinterherlaufen. "Der Trainer hat vorher gesagt, die Ungarn liegen uns und er hat recht behalten", sagte Torhüter Andreas Wolff.

Mit einem weiteren Erfolg am Sonntag (18.15 Uhr) gegen Russland würde das Team des Deutschen Handballbundes (DHB) in ihrem letzten Spiel der Hauptrundengruppe 2 am Mittwoch gegen Dänemark um den Einzug ins Halbfinale spielen. Durch den Sieg bleibt die deutsche Mannschaft bei Europameisterschaften gegen Ungarn ungeschlagen. "Jetzt können wir einigermaßen befreit aufspielen", meinte der Bundestrainer.

Sigurdsson hatte im Vorfeld vor den Ungarn und auch vor den Russen als zweitem Gegner gewarnt. Denn beide Teams wollen zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro, haben aber noch nicht einmal einen Platz in einem von drei Qualifikationsturnieren erobert. "Für diese Mannschaften geht es um Olympia", meinte der Isländer. Dennoch war ihm vor der Partie gegen Ungarn nicht bange. "Wir sind auch nicht so schlecht. Wir bereiten uns bestens vor", betonte er.

"Wir haben die realistische Chance, gegen beide Team zu gewinnen", verbreitete Leistungssportchef Bob Hanning Optimismus. Rechtsaußen Tobias Reichmann hat sogar mehr im Sinn. "Jetzt die Möglichkeit zu haben, ins Halbfinale einziehen zu können bei einer EM, ist Ansporn genug", sagte er.

Mit dem Wissen um die riesige Chance und dem Selbstvertrauen aus den Siegen gegen Schweden und Slowenien ließ die deutsche Mannschaft zum ersten Hauptrundenspiel von der ersten Minute nichts anbrennen. Schnell führte die DHB-Auswahl mit 3:0 (4.) und spulte danach durchdacht ihr Programm ab. Aus der wie zuletzt von Finn Lemke dirigierten souveränen Abwehr zog der WM-Siebte ein erstaunlich überlegenes Spiel auf.

Dies verlieh der deutsche Mannschaft die nötige Sicherheit, im Angriff spielerisch zu glänzen. Ein anerkennendes Raunen ging durch die Halle, als Steffen Fäth mit einem feinen Rückhandpass Jannick Kohlbacher bediente, der in der 20. Minute zum 12:6 und der ersten Sechs-Tore-Führung traf.

Die Ungarn hatten dem kaum etwas entgegen zu setzen. Die Abwehr um den 2,10-Meter-Riesen Lemke stand wie eine Wand und stellte den Olympia-Vierten vor nahezu unlösbare Probleme. Zwar schmolz der Vorsprung kurz auf 12:8 (23.). Doch bis zur Pause enteilte die deutsche Mannschaft auf 17:9. In der zweiten Halbzeit baute der WM-Siebte seinen Vorsprung dann auf 20:11 (37.) aus. Danach hielt das Team um Kapitän Steffen Weinhold die Ungarn routiniert und clever auf Distanz. Am Ende hatte die Partie Testspielcharakter, weil der Bundestrainer seine Top-Leute schonte.

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