Federer in Wimbledon raus - Murray und Raonic im Finale

Roger Federer unterliegt im Halbfinale dem Kanadier Milos Raonic. Foto: Andy Rain
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Roger Federer unterliegt im Halbfinale dem Kanadier Milos Raonic. Foto: Andy Rain
Milos Raonic hat Roger Federer besiegt und steht nun im Finale von Wimbledon. Foto: Andy Rain
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Milos Raonic hat Roger Federer besiegt und steht nun im Finale von Wimbledon. Foto: Andy Rain
Andy Murray steht nach dem Sieg über Tomas Berdych im Finale von Wimbledon. Foto: Gerry Penny
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Andy Murray steht nach dem Sieg über Tomas Berdych im Finale von Wimbledon. Foto: Gerry Penny
Roger Federer gratuliert Milos Raonic (r) zum Sieg. Foto: Andy Rain
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Roger Federer gratuliert Milos Raonic (r) zum Sieg. Foto: Andy Rain
Roger Federer verabschiedet sich nach seiner Niederlage vom Publikum. Foto: Peter Klaunzer
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Roger Federer verabschiedet sich nach seiner Niederlage vom Publikum. Foto: Peter Klaunzer
Der Tscheche Tomas Berdych ist Andy Murray im Halbfinale unterlegen. Foto: Gerry Penny
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Der Tscheche Tomas Berdych ist Andy Murray im Halbfinale unterlegen. Foto: Gerry Penny

Siebenmal hat Roger Federer bereits in Wimbledon gewonnen. Ziel seiner Träume war es in diesem Jahr, seiner Sammlung einen weiteren Titel hinzuzufügen. Doch im Halbfinale kam das Aus gegen einen Kanadier, der für ein Novum sorgte und nun den Lokalmatador fordert.

London (dpa) - Roger Federer verabschiedete sich niedergeschlagen mit einem kurzen Winken von seiner geliebten Wimbledon-Bühne. Andy Murray dagegen kämpft um seinen zweiten Titel beim ältesten Tennisturnier der Welt.

Am Sonntag trifft der Brite auf den kanadischen Endspiel-Debütanten Milos Raonic, während Federer seine Hoffnungen, ein achtes Mal die wertvollste Trophäe in den Händen zu halten, aufgeben musste.

Im Halbfinale scheiterte der 34 Jahre alte Tennis-Star aus der Schweiz am Freitag trotz einer 2:1-Satzführung am neun Jahre jüngeren Raonic. Nach dem 3:6, 7:6 (7:3), 6:4, 5:7, 3:6 hatte der siebenmalige Champion seine Chance vertan. "Das schmerzt wirklich. Ich hätte es schaffen können, weil ich so nah dran war", sagte Publikumsliebling Federer.

Dahin waren seine Träume vom dritten Wimbledon-Endspiel in Serie und einer weiteren Bestmarke auf dem berühmten Rasen. Achtmal hat noch nie jemand Wimbledon gewonnen. Seine ohnehin einzigartige Karriere wollte er damit weiter veredeln.

Stattdessen sicherte sich der Weltranglisten-Siebte Raonic seinen Eintrag in die Tennis-Geschichte. Als erster Kanadier zog der 25-Jährige bei den Herren ins Finale eines Grand-Slam-Turniers ein. Als Murray nach dem Fünf-Satz-Match zwischen Raonic und Federer den Centre Court betrat, hatte er keine Probleme und gewann locker 6:3, 6:3, 6:3 gegen den tschechischen Top-Ten-Spieler Tomas Berdych. "Das Finale zu erreichen, ist eine großartige Leistung", sagte Murray, der beim Vorbereitungsturnier in Queens gegen Raonic gewann.

In den vergangenen beiden Jahren lautete das Endspiel Federer gegen Novak Djokovic. Zweimal hatte der Schweizer gegen den von Boris Becker trainierten Branchen-Primus verloren. Mit dem Drittrunden-Aus des Serben hatten sich die Chancen des Baselers verbessert.

Gegen den Kanadier Raonic vergab Federer auch mit zwei Doppelfehlern nach einer 40:0-Führung im vierten Satz die Chance auf den Tiebreak und musste den Satzausgleich hinnehmen. Der 34-Jährige ließ sich am Oberschenkel behandeln und sorgte kurz darauf für einen kurzen Schreckmoment. Bei 1:2 im entscheidenden Durchgang stolperte er, blieb kurz liegen und setzte sich dann auf seinen Stuhl. Federer spielte zwar weiter, kassierte aber wenig später das Break, das seine Niederlage einleitete. "Ich hoffe, es ist nicht so schlimm. Es war ein Sturz, wie ich ihn vorher noch nie hatte", sagte er.

Dabei hatte zuvor vieles für den Schweizer gesprochen. Nach dem verlorenen ersten Satz meldete er sich mit dem gewonnenen Tiebreak im zweiten Abschnitt zurück und entschied auch den dritten Durchgang für sich. Doch nach 3:25 Stunden musste er Raonic gratulieren. Höflich wartete er auf seinen Rivalen, bevor er den Platz verließ. "Es war ein unglaubliches Comeback von mir", sagte der Sieger.

Vor zwei Jahren hatte Federer in der Vorschlussrunde gegen Raonic noch in drei Sätzen die Oberhand behalten. Mit Zweifeln war der zweifache Zwillingsvater diesmal nach London gereist, nachdem er sich zu Beginn der Saison erstmals in seiner Karriere einer Operation unterzogen hatte. Beim Baden seiner Töchter hatte er sich den Meniskus gerissen. Auch danach kämpfte er mit gesundheitlichen Rückschlägen und Rückenproblemen.

Schon im Viertelfinale war Federer nur knapp einer Niederlage entgangen. Gegen Marin Cilic lag er 0:2 nach Sätzen hinten und war bei drei Matchbällen nur je einen Punkt vom Aus entfernt.

Im August wird Federer 35 Jahre alt. Gerüchte über seinen Rücktritt ist er seit langem gewöhnt. Erst kurz vor Wimbledon widersprach er. Jetzt sagte der frühere Weltranglisten-Erste: "Ich hoffe, auf den Centre Court zurückzukehren, um das mal klar zu sagen."

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