Weltranglisten-Ersten noch dabei

Deutsche Profis raus - Wawrinka im French-Open-Viertelfinale

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Stan Wawrinka.

Paris - Ohne deutsche Beteiligung hat die zweite Turnierwoche bei den French Open der Tennisprofis begonnen. Titelverteidiger Stan Wawrinka steht schon im Viertelfinale und auch die Weltranglisten-Ersten sind noch dabei.

Während die deutschen Tennisprofis nach dem Aus von Alexander Zverev nur noch zuschauen, sind Titelverteidiger Stan Wawrinka und Mitfavorit Andy Murray erneut auf dem besten Weg in die entscheidende Phase der French Open. Wawrinka erreichte am Sonntag das Viertelfinale in Paris und ist dort am Dienstag Favorit gegen einen Außenseiter. Nach dem 7:6 (7:5), 6:7 (7:9), 6:3, 6:2 gegen den Serben Viktor Troicki trifft der Weltranglisten-Vierte aus der Schweiz am Dienstag auf Albert Ramos-Vinolas, den er vor den French Open beim Turnier in Genf klar schlug.

Der Spanier gewann überraschend 6:2, 6:4, 6:4 gegen den Weltranglisten-Neunten Milos Raonic und verbuchte das bei weitem beste Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier. „Er ist ein gefährlicher Spieler“, meinte Wawrinka dennoch.

Der aufschlagstarke Raonic lässt sich in den drei Wochen vor dem am 27. Juni beginnenden Turnier in Wimbledon von Ex-Tennis-Star John McEnroe beraten. „Das ist eine große Ehre“, sagte der in Montenegro geborene Kanadier. „Ich bin sicher, dass er Ratschläge zu geben hat, gute Ratschläge“, erklärte Raonic am Sonntag. Er wolle davon aber nicht nur bei seinem Spiel auf Rasen profitieren.

Der Weltranglisten-Zweite Murray siegte 7:6 (11:9), 6:4, 6:3 gegen den Amerikaner John Isner. Der Brite warf nach dem Kroaten Ivo Karlovic den nächsten hart aufschlagenden Zwei-Meter-Mann aus dem Turnier und steht schon in seinem sechsten French-Open-Viertelfinale.

Serena Williams muss gegen Jelina Switolina antreten

Einen Tag nach dem Verletzungs-Aus des neunmaligen Paris-Siegers Rafael Nadal entledigte sich der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic bei einbrechender Dunkelheit am Samstagabend gerade noch rechtzeitig seiner Pflichtaufgabe in der dritten Runde. Nach dem 6:2, 6:3, 6:3 gegen den Briten Aljaz Bedene trifft der serbische Schützling von Boris Becker an diesem Montag auf den an Nummer 14 gesetzten Spanier Roberto Bautista-Agut. Alle bisherigen vier Duelle hat Djokovic für sich entschieden. Im vorigen Jahr hatte er in Paris das Finale gegen Wawrinka verloren, diesmal soll endlich der Titel her.

Bei den Damen muss Vorjahressiegerin Serena Williams im Achtelfinale gegen die an Nummer 18 gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina antreten. Bisher steht es in der Bilanz 3:0 für die Amerikanerin. Am Samstag hatte sich Serena Williams sich beim 6:4, 7:6 (12:10) gegen die Französin Kristina Mladenovic 2:11 Stunden lang auf dem Platz quälen müssen. „Dieses Match wird mir sicher helfen“, sagte sie danach. Vor dem spannenden Tiebreak war die Partie wegen eines Unwetters für zweieinhalb Stunden unterbrochen. Schwester Venus kam mit 7:6 (7:5), 1:6, 6:0 gegen die Französin Alizé Cornet ins Achtelfinale.

Bereits das Viertelfinale erreichte am Sonntag die Spanierin Garbiñe Muguruza. Die Weltranglisten-Vierte gewann 6:3, 6:4 gegen die einstige Paris-Siegerin Swetlana Kusnezowa aus Russland und steht zum dritten Mal nacheinander unter den letzten Acht im Stade Roland Garros. Die Wimbledonfinalistin des vergangenen Jahres trifft am Dienstag auf die Weltranglisten-108. Shelby Rogers aus den USA.

Erstmals seit sechs Jahren sind in der zweiten Turnierwoche keine deutschen Profis mehr dabei. Der Hamburger Alexander Zverev war am Samstag in der dritten Runde als letzter von 17 deutschen Startern ausgeschieden. Der 19-Jährige unterlag dem Österreicher Dominic Thiem 7:6 (7:4), 3:6, 3:6, 3:6 und verpasste es, sich für die Finalniederlage eine Woche zuvor in Nizza zu revanchieren.

So sehen Sie die French Open 2016 live im TV und Live-Stream.

dpa

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