VfL Wildeshausen reist personell extrem geschwächt zur letzten Auswärtspartie beim VfL Oythe

„Wir fangen keine Rechenspiele an“

LukasSchneider

Wildeshausen - Der Frack hängt wieder im Kleiderschrank, das Holzgewehr steht wieder in der Ecke. „Wir haben schön Gildefest gefeiert, um den Kopf frei zu bekommen. Aber jetzt zählt nur noch Fußball“, sagt Marcel Bragula. Der Trainer des Landesligisten VfL Wildeshausen richtet seine volle Konzentration auf den Saisonendspurt, der an diesem Sonnabend, 16.30 Uhr, mit dem letzten Auswärtsspiel beim VfL Oythe eingeläutet wird.

Die Zerstreuung während der Pfingstfeierlichkeiten hatten die Krandel-Kicker bitter nötig. Nach ihrer 0:1-Pleite beim TV Dinklage fuhr der SC Türkgücü Osnabrück durch das 0:0 beim Spitzenreiter TuS Bersenbrück und das 2:0 gegen den drittplatzierten BSV Kickers Emden vier nicht einkalkulierte Zähler ein und zog in der Tabelle an den Wildeshausern vorbei, die als 13. nun auf einem Abstiegsplatz rangieren.

Schlusslicht TV Bunde und der Vorletzte SV Wilhelmshaven können bereits für die Bezirksliga planen. Aber es wird noch drei weitere Teams treffen. „Wir werden aus den letzten vier Spielen noch sieben Punkte holen müssen“, legt sich Bragula fest. „Wir gucken nicht auf andere Mannschaften und fangen keine Rechenspiele an“, betont der VfL-Coach: „Die Tabelle lügt nicht. Wenn wir am Saisonende unterm Strich stehen, ist es so.“

Beim Kampf um den Klassenerhalt spricht der Trend momentan ganz klar gegen die Wildeshauser. Der Aufsteiger verlor die vergangenen sieben Partien, ist seit neun Begegnungen ohne Sieg sowie seit 518 Minuten ohne eigenen Torerfolg. „Und seit Donnerstag herrscht bei uns auch noch eine personelle Extremsituation“, berichtet Bragula.

Neben dem gesperrten Jan Lehmkuhl (zehnte Gelbe Karte) fallen für das Nachbarschaftsderby in Oythe auch Sascha Görke (Hüftverletzung), Alexander Kupka (wird am Dienstag an der Schulter operiert) und Ole Lehmkuhl (Kreuzband-OP am kommenden Montag) definitiv aus. Zudem brachen Flügelstürmer Janek Jacobs (muskuläre Probleme) und Linksverteidiger Lukas Schneider (Kniebeschwerden) die Donnerstagseinheit ab – ob es bei ihnen für einen Einsatz reicht, steht in den Sternen. „Das ist ein schönes Lazarett“, ächzt Bragula. Immerhin reist der derzeit im Ausland arbeitende Storven Bockhorn eigens für die Partie an.

Wesentlich entspannter ist die Personallage bei den Gastgebern: Oythe muss lediglich auf Spielgestalter Dustin Beer (Patellasehnenreizung) verzichten. Aber auch sonst sieht es an der Hasenweide inzwischen deutlich freundlicher aus. Nach der 1:5-Hinspielpleite am 10. März dümpelte der Vizemeister auf Rang 13 herum. Fünf Wochen später musste Trainer Josef Vornhagen gehen. In den sieben Partien unter dem neuen Coach Alket Zeqo fuhr Oythe bei einer Niederlage fünf Siege und ein Unentschieden ein und kletterte in der Tabelle bis auf Platz sechs. Mit einem weiteren Dreier könnte die Crew um den Ex-Wildeshauser Marcel Hesselmann letzte Zweifel am Klassenerhalt ausräumen.

Dagegen werden die Wildeshauser wahrscheinlich bis zum Saisonfinale gegen den SV Holthausen-Biene (Sonnabend, 4. Juni, 17 Uhr) zittern müssen. „Bis dahin erwarte ich von der Mannschaft, dass sie sich mit aller Macht gegen den Abstieg stemmt. Vor allem in den letzten drei Spielen im Krandel – das sind wir unserem Publikum schuldig“, betont Bragula. „Aber wenn es so sein sollte, dann wollen wir mit wehenden Fahnen untergehen.“ - mar

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