Neerstedt - Von Björn Lakemann· Bauchlandung gleich zum Saisonauftakt für Handball-Oberligist TV Neerstedt: Am Sonnabend kassierten die Neerstedter mit 26:38 (14:17) bei Mitabsteiger SG Achim/Baden eine derbe Abfuhr. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns vieles selbst kaputt gemacht“, redete TVN-Coach Dag Rieken Tacheles mit seiner Crew, die nun schon zum fünften Mal in Folge gegen die Mannschaft aus dem Landkreis Verden chancenlos war.

Tim Schulenberg steigt in dieser Szene höher als Florian Block-Osmers (l.) und Malvin Patzack (r.).
Einzig der achtfache Torschütze André Willmann sowie Linksaußen Ninos Chabo, der für seine drei blitzsauberen Treffer nur knappe neun Minuten benötigte, stachen hervor. Andre Willmann gab zu: „Die SG war heute einfach besser. Positiv war nur, dass wir uns nicht aufgegeben haben.“
Auf Seiten der Gastgeber gab es einfach zu viele gute Einzelkönner, als dass die Neerstedter diesen Umstand hätten verkraften können. Insbesondere einer war Übungsleiter Rieken dabei aufgefallen: „Der Florian Block-Osmers verfügt über eine überragende Technik und kann ein Spiel einfach lesen.“ Das setzte „Flo“ um, als er zur 3:2-Führung (4.) per Harpune zulangte. Jetzt musste zwar SG-Kreisläufer Arne Zschorlich verletzt ausscheiden, doch der Neerstedter Abwehrverbund hatte seine liebe Mühe mit dessen Nachfolger Fabian Balke. Beim 4:10 (14.) netzte der agile Achimer Kreisläufer bereits zum dritten Mal. „Weiter, weiter“ motivierte Trainer Dag Rieken sein Team, nachdem André Schröder-Brockshus per Doppelschlag zum 6:10 verkürzt hatte.
Ab Minute 39 löste Youngster Jaren Stilke den guten, aber oft sträflich alleine gelassenen Maik Haverkamp im Neerstedter Gehäse ab. Besser wurde es trotzdem nicht, eher das Gegenteil war der Fall, und Stilke räumte seinen Posten nach neun Minuten wieder.
Nach dem 19:28-Zwischenstand (44.) durch den siebenfachen SG-Shooter Malvin Patzack zog Übungsleiter Rieken noch mit der Auszeitkarte eine letzte Option. „Wir stellen hinten um. Lasst uns weiter fighten, um ranzukommen“, so der verzweifelte Appell Riekens.
Die folgende offensivere Variante stellte die SG allerdings nicht vor allzu große Probleme. Vielmehr marschierten der agile Linkshänder Patrick Denker und Co. weiter durch die Deckung von Abwehrchef Malte Grotelüschen und hatten mit dem 38. Treffer kurz vor Ultimo durch den A-Jugendlichen Simon Bock ihr Soll mehr als erfüllt. Wenigstens blieb Linksaußen Chabo der letzte Treffer vorbehalten. Zum missglückten Saisonstart fiel Goalgetter Willmann nur ein: „Eine Niederlage gegen Achim/Baden – das kennen wir ja nicht anders.“
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