Bastian Stuckenschmidt und Kevin Kari treffen beim 2:2 im Testspiel gegen SV Atlas

Sebastian Bröcker entwickelt sich zum Leistungsträger

Spiel ohne Sieger: Delmenhorsts Musa Karli (l.) und Wildeshausens Lukas Schneider im Kopfballduell. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Ein Mutmacher zum Ende der Vorbereitung: Eine Woche vor dem Saisonstart in der Fußball-Landesliga hat der VfL Wildeshausen eine Generalprobe abgelegt, die durchaus als gelungen bezeichnet werden darf. Im Testspiel gegen den Aufsteiger und künftigen Ligarivalen SV Atlas Delmenhorst schafften die Krandel-Kicker vor rund 350 Zuschauern ein achtbares 2:2 (1:1).

„Das war ein richtiger Prüfstein vor dem Saisonauftakt! Ich glaube, wir haben Atlas mit unserer Spielweise überrascht“, meinte Marcel Bragula nach dem Abpfiff. Der VfL-Coach hatte eine 4:4:2-Formation aufs Feld geschickt, die die Gäste von Beginn an mit aggressivem Angriffspressing unter Druck setzte. „In der ersten halben Stunde waren wir die bessere, aktivere Mannschaft und hatten ein Chancenplus“, registrierte Bragula zufrieden. Sebastian Bröcker nach Linksflanke von Kevin Kari (16.) und Lennart Feldhus (17.) verfehlten das Atlas-Tor noch knapp. Doch nur wenig später köpfte Bastian Stuckenschmidt unbedrängt eine Rechtsflanke von Sven Apostel unhaltbar für David Lohmann zum 1:0 ein (22.).

Allerdings hielt die Wildeshauser Führung nicht lange: Atlas-Torjäger Dominik Entelmann wurde nicht angegriffen und hämmerte die Kugel aus gut und gerne 25 Metern in den rechten oberen Winkel (26.). „Da hat man dann die Qualität von Atlas gesehen: Aus dem Nichts machen sie das 1:1“, ärgerte sich Bragula.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Atlas mehr Ballbesitz. „Aber wir hatten wieder die bessere Chancen“, fand Bragula. Dabei war seine Crew zunächst in Rückstand geraten: Ein katastrophaler Querschläger von Frederik Dittmar fiel Florian Knipping im VfL-Strafraum direkt vor die Füße, und der Atlas-Kapitän vollendete zum 2:1 (59.).

Bei den Wildeshausern durfte sich jeder der drei Stoßstürmer im Aufgebot 30 Minuten zeigen. Nachdem sich zuvor Lennart Feldhus und René Tramitzke präsentiert hatten, gehörte das letzte Drittel Sascha Abraham. Und der Neuzugang vom TuS Emstekerfeld führte sich gleich gut ein. Unmittelbar nach seiner Einwechslung prüfte der 26-Jährige Atlas-Schlussmann Florian Urbainski (63.). Beim anschließenden Nachschuss von Maximilian Seidel hatte Bragula ein Foul gesehen und reklamierte Strafstoß. Doch Schiedsrichter Per-Ole Wendlandt (VfL Stenum) ließ weiterlaufen.

Nachdem Pascal Hesselmann auf der Gegenseite im letzten Moment gegen Steven Müller-Rautenberg geklärt hatte (74.), startete der VfL einen überfallartigen Konter. Beim Abschluss scheiterte Abraham erneut an Urbainski. Auch Sascha Görke und Jannik Wallner konntendie Kugel noch nicht im Kasten unterbringen. Erst mit dem dritten Nachschuss besorgte dann Kevin Kari das verdiente 2:2 (75.). „Kevin wird immer besser. Nicht nur wegen des Tores. Er spielt seine Geschwindigkeit aus und nutzt seinen starken linken Fuß zum Flanken“, lobte Bragula den 19-Jährigen. Außerdem freute sich der Übungsleiter über den Auftritt von Sebastian Bröcker: „,Sebi‘ entwickelt sich langsam zum Leistungsträger – das macht Mut.“

Allerdings plagen Bragula vor dem Heimspiel gegen Vorwärts Nordhorn (Sonntag, 7. August, 15 Uhr) Verletzungssorgen: Lukas Schneider, Lennart Flege und Maximilian Seidel erlitten in der abschließenden Vorbereitungspartie Blessuren. Am schlimmsten erwischte es aber Bastian Stuckenschmidt. Der Torschütze konnte seinen Kopf nicht mehr bewegen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

„Das 2:2 geht in Ordnung“, sagte Jürgen Hahn. Allerdings wollte der Atlas-Coach „das Ergebnis nicht überbewerten“. Dagegen war er mit der Rückwärtsbewegung seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden: „Da müssen alle mitmachen. Ein bis zwei Positionen haben mir gar nicht gefallen.“

Weihnachtsmarkt in Diepholz

Weihnachtsmarkt in Diepholz

Mitmachtag der Kita Dörverden

Mitmachtag der Kita Dörverden

Unfälle auf der A1 in Richtung Bremen

Unfälle auf der A1 in Richtung Bremen

Atemberaubende Aufnahmen aus der Natur

Atemberaubende Aufnahmen aus der Natur

Meistgelesene Artikel

„Wie in einem schlechten Film“

„Wie in einem schlechten Film“

Kapitän Wolken geht voran

Kapitän Wolken geht voran

Flege ist der tragische Held

Flege ist der tragische Held

Löwensen, Tschöpe und Scheper beherrschen die Bretter

Löwensen, Tschöpe und Scheper beherrschen die Bretter

Kommentare