VfL hat vor dem Heimspiel gegen Holthausen-Biene massive Personalsorgen

Krumdiek im Kader, Riedel im Tor

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Mittelfeldspieler Nico Krumdiek (r.) aus der Wildeshauser U23 steht beim Heimspiel gegen den SV Holthausen-Biene im Landesliga-Kader. 

Wildeshausen - Zu seinem 42. Geburtstag empfängt Marcel Bragula angenehme Gäste. „Das sind feine Menschen. Ein sehr sympathischer Verein mit einem netten Trainer“, sagt der Coach des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen über den SV Holthausen-Biene. Doch das Team seines Übungsleiterkollegen Ulrich Manemann wird an diesem Sonnabend (Anstoß: 15 Uhr) sicher nicht im Krandel vorbeischauen, um artig zu gratulieren und ein Präsent in Form von drei Punkten abzuliefern. So viel dürfte klar sein.

Denn die Emsländer haben sich in der Sommerpause „massiv verstärkt“. Unter anderem mit Innenverteidiger Fabian Thole und Angreifer André Beyer aus der Konkursmasse ihres Stadtrivalen TuS Lingen nach dessen Oberliga-Rückzug. Hinzu kommt in Patrick Humbert ein pfeilschneller Rechtsaußen, der beim SV Union Lohne bereits Landesliga-Erfahrung gesammelt hat. Weitere Leistungsträger des Vorjahressiebten sind Verteidiger Frank Gerdelmann, den Bragula zu den kopfballstärksten Akteuren der sechsthöchsten Spielklasse zählt, sowie die flinke Sturmspitze Simon Schäfer. „Das ist schon eine gute Truppe, die für mich im oberen Drittel angesiedelt ist“, bekräftigt Bragula.

Der VfL-Coach spricht aus eigener Anschauung, denn am vergangenen Wochenende beobachtete er den Gegner bei dessen unglücklicher 0:1-Heimpleite gegen den SC Melle 03. „Sie gehen aggressiv in die Zweikämpfe, stehen meistens sehr tief und schalten superschnell von der Abwehr auf Angriff um“, berichtet Bragula. Das Gegentor durch Ali Ahmet resultierte aus einem Freistoß.

Standards bereiteten auch den Krandel-Kickern in ihren ersten beiden Saisonspielen gegen Vorwärts Nordhorn (1:2) und beim VfL Oythe (1:4) massive Probleme. „Daran haben wir im Training intensiv gearbeitet“, erzählt Bragula. Und die Arbeit trug bereits erste Früchte: Beim 2:0 über den SV Tur Abdin im Bezirkspokal ließ die Wittekind-Crew kaum etwas zu und netzte selbst durch Kopfbälle von René Tramitzke nach einem Freistoß und Lennart Feldhus nach einer Ecke. „Aber Abdin ist nicht Biene“, warnt Bragula.

Zumal die Huntestädter weiterhin arge Personalsorgen haben. „So schön und romantisch unsere Philosophie ist – im Moment bereitet sie uns große Probleme“, ächzt Bragula. Neben den langzeitverletzten Ole Lehmkuhl und Alexander Kupka werden definitiv auch Jannik Wallner, der sich im Pokalspiel einen Muskelfaserriss zugezogen hat, sowie Torhüter Sebastian Pundsack und Sascha Görke (beide Urlaub) nicht dabei sein. Pundsacks Fehlen bereitet Bragula noch am wenigsten Kopfzerbrechen. „Ich habe keine Bedenken, Lauren Riedel ins Tor zu stellen“, betont er. Als zweiter Keeper wird Florian Rohe auf der Bank Platz nehmen.

Und dann gibt es da noch mehrere Fragezeichen: Sven Apostel weilt beim A-Trainerlehrgang. Sascha Abraham muss voraussichtlich arbeiten. Sebastian Bröcker und Maximilian Seidel sind angeschlagen. Einsatz? Eher unwahrscheinlich! Der gegen Abdin stark spielende Bastian Stuckenschmidt hat erneut einen Schlag gegen den Kopf bekommen. Sein Mitwirken entscheidet sich kurzfristig.

„Die Ausfälle sind schwer zu kompensieren“, sagt Bragula. Er versucht es unter anderem damit, indem er Nico Krumdiek aus der U 23 in den Kader berufen hat. „Ich halte Nico für einen technisch ausgezeichneten Fußballer. Wir müssen gucken, ob er das Tempo in der Landesliga mitgehen kann“, erläutert Bragula. Möglicherweise beruft er den 21-jährigen Mittelfeldspieler sogar in die Startformation.

Unabhängig vom Ausgang der Partie, wird Geburtstagskind Bragula seinem Team hinterher natürlich auch eine Runde Kaltgetränke spendieren. „Wie die Stimmung dann ist, entscheidet die Mannschaft selbst auf dem Platz.“ 

mar

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