Nach 0:1 gegen Germania Leer seit sieben Spielen ohne Sieg und 338 Minuten ohne Tor

Lukas Siemers verlängert die Wildeshauser Misserfolgsserie

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Der eingewechselte Janek Jacobs (r.) traf in der Nachspielzeit das Außennetz.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Der VfL Wildeshausen steckt in einer handfesten Krise! Nach dem 0:1 (0:0) am Mittwochabend gegen den VfL Germania Leer ist der Fußball-Landesligist nun schon seit sieben Spielen sieglos. Außerdem wartet der Tabellenzehnte inzwischen 338 Minuten auf einen Torerfolg.

„Das hatten wir uns ganz sicher anders vorgestellt! Diese Spiele musst du gewinnen, sonst wird’s eng“, sagte Marco Elia nach dem Abpfiff. Wildeshausens Trainer wirkte sichtlich konsterniert: „Wir haben die Chancen, aber machen das Tor nicht. Ein Mal in Führung gehen und dann hinten sicher stehen...“ Das wär’s!

Die Möglichkeiten waren auch gegen den Tabellenfünfzehnten aus Ostfriesland da. Nach Vorarbeit von Tobias Kern – der Torjäger der Wildeshauser Kreisliga-Mannschaft gehörte zur Startformation – kam Maximilian Seidel in der Mitte aber nicht zum Abschluss (7.). Dann konnte Germania-Keeper Marcel Lücking nach einem Pressschlag zwischen Christopher Appeldorn und Jan Lehmkuhl so gerade noch mit den Fingerspitzen retten. Im Nachsetzen verfehlte Lehmkuhl das Tor (21.). Zwei Mal zappelte die Kugel auch im Netz. Doch Lennart Feldhus stand im Abseits (3.), und Storven Bockhorn hatte zuvor ein Foul begangen (10.).

„In der ersten Halbzeit haben wir das ganz gut gemacht“, fand Elia. „Aber die zweite hat mir nicht mehr gefallen: Wir haben keinen Zugriff mehr bekommen, und die Laufwege haben nicht mehr gestimmt.“ Dadurch gaben die Krandel-Kicker das Spiel, das sie in den ersten 45 Minuten recht gut kontrolliert hatten, aus der Hand. Dabei waren die Gäste alles andere als überragend.

Mehrfach gab der Aufsteiger nun das Zentrum Preis. Als erstes durfte Lukas Koets allein auf Sebastian Pundsack zusteuern, der bis dato kaum etwas zu tun bekommen hatte. Blitzschnell tauchte Wildeshausens Keeper ab und lenkte den Ball am Tor vorbei (52.). Auch in einer vergleichbaren Situation blieb Pundsack Sieger gegen Koets (74.).

Anschließend wechselte Germanias Trainertrio Henning Baumann, Michael Zuidema und Dragan Brala. Sie brachten Lukas Siemers für Chris Wiemker (75.) – und lagen damit goldrichtig. Siemers war gerade zwei Minuten auf dem Feld, da wurde der vom SV Meppen gekommene Winterneuzugang steil geschickt, zündete den Turbo und tunnelte Pundsack – 0:1 (77.). „Drei Mal läuft der Gegner eins gegen eins aufs Tor. Zwei Mal hält ,Pundse‘ überragend, aber irgendwann ist auch mal gut“, schimpfte Elia.

Mit spielerischen Mitteln schafften es die Wildeshauser anschließend nicht, Chancen zu kreieren. „Es fehlen Fantasie und Kreativität – man merkt ganz deutlich, dass wir vom Kopf nicht zu 100 Prozent da sind“, sagte Elia: „Vielleicht geht es uns wie Stuttgart in der Bundesliga, die eigentlich schon unten raus waren.“ Erst als seine Schützlinge in der Nachspielzeit die Brechstange auspackten, lag der Ausgleich in der Luft. Doch der eingewechselte Janek Jacobs traf nur das Außennetz (90.+1), und Lukas Schneider zielte nach einem Eckstoß von Jan Lehmkuhl knapp am Tor vorbei (90.+2).

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