Vor dem „Bonusspiel“ beim TuS Bersenbrück ist die Wildeshauser Stimmung im Keller

Kreuzbandriss? Ole Lehmkuhl droht lange Zwangspause

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Verdacht auf Kreuzbandriss: Ole Lehmkuhl (vorne) droht eine lange Zwangspause.

Wildeshausen - So schnell kann’s gehen: Gerade einmal drei Wochen ist es her, da hatten sich die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen mit einer tollen Serie von zehn Spielen ohne Niederlage bis auf den fünften Platz vorgearbeitet. Der Übergang war fließend: Nach den Unentschieden gegen den SC Melle 03 (3:3) und beim SV Wilhelmshaven (1:1) sowie den folgenden Pleiten gegen den SV Bad Rothenfelde (0:3) und bei Vorwärts Nordhorn (1:2) sind die Krandel-Kicker nun schon seit vier Partien sieglos. Und plötzlich trennen den Neuling nur noch fünf Zähler von der Abstiegszone.

„Das ist jetzt eine ganz spannende Phase – das geht nicht spurlos an einem vorüber“, sagt Marcel Bragula. Der VfL-Coach ist sich aber sicher: „Wir sind gefestigt. Wenn wir zusammenhalten, wird da nichts passieren.“ Der 41-Jährige muss aber auch zugeben, dass die Pleite in Nordhorn mit dem entscheidenden Gegentor in der Nachspielzeit ein echter „Stimmungskiller“ gewesen ist.

Doch weit schlimmer als die Niederlage trifft den Übungsleiter die Verletzung von Ole Lehmkuhl, der mit Vorwärts-Keeper Fabian Pley zusammengerasselt war. Erste Untersuchungen erhärteten den Verdacht auf einen Riss des hinteren Kreuzbandes. Gewissheit soll eine MRT-Untersuchung am Ende dieser Woche bringen. „Das tut mir total leid für den Jungen – daran habe ich richtig zu knabbern“, ächzt Bragula. „Ole hat in den vergangenen anderthalb Jahren bei uns mit die größte Entwicklung gemacht. Außerdem ist er im Training unsere Gute-Laune-Garantie – ich habe noch nie gesehen, dass er schlecht drauf ist.“

Der Ausfall des 23-jährigen Flügelstürmers trifft Bragula und seinen Trainerpartner Marco Elia zur Unzeit. Auch Janek Jacobs (muskuläre Probleme im Oberschenkel) muss momentan passen, und Maximilian Seidel ist aktuell nicht bei 100 Prozent. Damit ist eine der gefährlichsten Wildeshauser Waffen stumpf.

Außer Ole Lehmkuhl und Janek Jacobs wird auch Alexander Kupka das Nachholspiel beim TuS Bersenbrück an diesem Mittwoch, 19 Uhr, verpassen. Für den Innenverteidiger ist die Saison wegen seiner Schulterverletzung aus dem Wilhelmshaven-Spiel möglicherweise sogar ganz gelaufen. Jan Gusfeld-Ordemann (Sprunggelenksprobleme) und Kai Meyer (Spätdienst) fallen ebenfalls aus. „Außerdem haben wir berufsbedingt noch mehrere Fragezeichen“, erläutert Bragula, der für die Partie selbst einen halben Tag Urlaub nehmen musste.

Genau wie die folgende Begegnung beim Tabellenvierten Kickers Emden (Sonnabend, 14 Uhr) betrachtet Bragula auch das Aufsteigerduell beim heimlichen Spitzenreiter als „Bonusspiel“. Bersenbrück belegt aktuell Rang drei, hat aber nur drei Zähler weniger als Tabellenführer SV Bad Rothenfelde, dafür aber noch vier Partien mehr in der Hinterhand. Die Crew von Trainer Farhat Dahech ist seit sieben Spielen ungeschlagen und verfügt sowohl über den besten Angriff (60 Treffer) als auch zusammen mit Bad Rothenfelde über die beste Abwehr (31 Gegentore) des Bezirksoberhauses.

„Bersenbrück ist für mich der erste Aspirant auf den Aufstieg“, erklärt Bragula, der bei seiner Gegnerbeobachtung keine Defizite ausmachen konnte: „Einzige Schwachstelle ist wahrscheinlich die Bratwurst im Hasestadion – die dürfte nicht so gut sein wie die bei uns im Krandel.“

mar

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