SG HC Bremen/Hastedt gewinnt Erima-Cup 

Kolpacks Fehlwurf kostet TV Neerstedt den Turniersieg

Pech vom Punkt: Neerstedts Eike Kolpack (am Ball) vergab in der Verlängerung des Siebenmeterwerfens seinen zweiten Versuch. - Foto: Brandt

Neerstedt - Hochspannend ging es bei der ersten Auflage des Erima-Cups zu. Die teilnehmenden vier Handball-Oberligisten schenkten sich nichts. Am Ende musste sogar ein Siebenmeterwerfen zwischen der SG HC Bremen/Hastedt und Gastgeber TV Neerstedt über den Turniersieg entscheiden. Letztlich vergab Neerstedts Eike Kolpack seinen zweiten Strafwurf in der Verlängerung des Siebenmeterwerfens, so dass der ambitionierte Aufsteiger den Pokal in Empfang nehmen durfte.

Zuvor hatten die Zuschauer rund fünf Stunden guten Handball gesehen. Eine Woche vor dem Saisonstart gewannen die Neerstedter ihr Auftaktmatch gegen die HSG Delmenhorst, bei der der urlaubende Spielertrainer Andre Haake fehlte, klar mit 20:12.

Auch im zweiten Match gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen sah die Mannschaft von TVN-Trainer Jörg Rademacher bis zum 6:2 (9.) durch Malte Kasper schon wie der sichere Sieger aus. Im Angesicht des deutlichen Vorsprungs versuchten die Grün-Weißen, den Sieg mit halber Kraft nach Hause zu bringen. In der Folgezeit scheiterten sie jedoch immer wieder an HSG-Schlussmann Daniel Sommerfeld. Insgesamt 20 Fehlwürfe standen am Ende für die Gastgeber zu Buche. Die „Schwäne“ legten den Schalter um und machten aus dem 2:6-Rückstand eine 10:6-Führung (21.). Am Ende gewannen die Blau-Weißen deutlich mit 17:11.

Um überhaupt noch eine Chance auf den Turniersieg zu haben, mussten die Hausherren die SG HC Bremen, die sowohl gegen Schwanewede als auch gegen Delmenhorst gesiegt hatte, deutlich in die Schranken weisen. Aufbauend auf eine gut gestaffelte Abwehr mit dem gut aufgelegten Hendrik Legler dahinter, kaufte der Ausrichter dem Aufsteiger schnell den Schneid ab. Nach dem 4:4 (7.) baute Neerstedt die Führung kontinuierlich aus. Die Bremer fanden kein Mittel gegen die Deckung der Rademacher-Sieben, die sich mit 17:12 behauptete.

Damit waren der TV Neerstedt, die SG HC Bremen und die HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit jeweils 4:2 Zählern punktgleich. Da aber die Bremer und die Neerstedter als beste Teams die identische Tordifferenz (jeweils plus sieben) aufwiesen, kam es zwischen beiden Mannschaften zum Siebenmeterwerfen um den Turniersieg – mit dem bekannten Ausgang.

„Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit dem letzten Test vor dem Saisonstart nächste Woche gegen Cloppenburg. Vor allem hat meine Mannschaft gesehen, dass sie gegen jeden Gegner Vollgas geben muss. Mit halber Kraft fahren wir keine Punkte ein“, erklärte Jörg Rademacher.

wz

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