Fehlstart perfekt: VfL Wildeshausen unterliegt SV Holthausen-Biene mit 1:2

Joker Humbert verdirbt Bragula die Geburtstagsparty

Kein Zugriff: Wildeshausens Niklas Heinrich (2.v.r.) lässt Simon Schäfer ziehen. Wenig später köpfte Bienes Angreifer das 1:0 für die Gäste. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Drittes Spiel, dritte Niederlage für den Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen. „Ein Fehlstart – das ist klar!“, sagte Trainer Marcel Bragula nach dem 1:2 (0:1) gegen den SV Holthausen-Biene.

Dabei boten die Krandel-Kicker in der ersten Halbzeit eine ganz schwache Vorstellung. Sie gewannen kaum einen Zweikampf, und wenn sie den Ball einmal erobert hatten, war er meistens gleich wieder weg. Die Strafe folgte auf dem Fuße. Lukas Schneider konnte einen Flankenversuch nicht unterbinden. Der nicht gerade mit Gardemaß ausgetattete Simon Schäfer stand in der Mitte mutterseelenallein und köpfte unhaltbar für Lauren Riedel zum 1:0 ein (20.).

Von den Gastgebern kam in der ersten Halbzeit offensiv so gut wie gar nichts, weil sie sich fast alle vielversprechenden Situationen selbst wieder zunichte machten. Erst kurz vor der Pause wurde es zweimal gefährlich. Lukas Schneider verpasste einen Freistoß von Jan Lehmkuhl nur um Zentimeter (42.). Dann setzte Lennart Feldhus einen Kopfball an die Latte und Kevin Kari den Abpraller über das Tor (45.).

„Die erste Halbzeit haben wir viel zu leicht hergeschenkt“, ärgerte sich Bragula. Vor allem mit der Leistung von Sturmspitze Feldhus war der Übungsleiter nicht einverstanden. Der 1,95-Meter-Hüne hatte den Vorzug bekommen, um bei Defensivstandards Bienes kopfballstarken Kapitän Frank Gerdelmann zu bewachen. Nach der Pause ersetzte ihn René Tramitzke. „René hat das besser gemacht. Er war beweglicher und präsenter“, lobte Bragula den 23-Jährigen, der zudem im dritten Pflichtspiel in Folge knipste: Nachdem der Angreifer den Ball mit der Brust angenommen hatte, hämmerte er die Kugel mit links unerreichbar für Florian Hillebrand zum 1:1 ins Netz (49.). Unmittelbar davor hatte Holthausens Schlussmann Glück gehabt, dass es keinen Foulelfmeter gab: Sascha Abraham hatte den Ball am Keeper vorbeigelegt und kam dann zu Fall. Trotz wütender Wildeshauser Proteste hatte Schiedsrichter Tim Gutendorf (SF Oesede) weiterlaufen lassen (48.).

„In der zweiten Halbzeit haben wir Biene vor große Probleme gestellt“, analysierte Bragula. „Leider haben wir es nicht geschafft, in Führung zu gehen.“ Erst mit einem Wechsel auf der Sechserposition bekamen die Gäste wieder besser Zugriff aufs Spiel: Robin Löpke löste Amin Rahmani ab (65.). „Das war der Knackpunkt! Robin hat Sicherheit reingebracht und gute Diagonalpässe gespielt“, freute sich Ulrich Manemann. Überhaupt hatte Bienes Übungsleiter ein glückliches Händchen, denn er zog in Patrick Humbert auch noch den richtigen Joker (71.). Mit einem Schuss von halbrechts überwand der Neuzugang von Union Lohne Lauren Riedel (80.) und verdarb Bragula, der 42 wurde, damit die Geburstagsparty.

Nico Krumdiek hätte dies noch ändern können. Als die Wildeshauser alles nach vorn warfen, spielte Tramitzke den U 23-Akteur, der sein Landesliga-Debüt gab, frei. Doch Krumdiek traf den Ball nicht richtig, so dass Florian Hillebrand mühelos parieren konnte (88.). „Ein Mäusehammer! Da muss ein Pfund kommen“, trauerte Bragula der verpassten Gelegenheit nach.

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