VfL Wildeshausen gewinnt eine Woche nach der Meisterschaft auch den Kreispokal

Femke Krumdieks Hattrick macht das Double perfekt

Erst die Kreisliga-Meisterschaft, dann der Gewinn des Kreispokals: Die Fußballerinnen des VfL Wildeshausen feiern das Double.

Wildeshausen - Diesmal gab es für Sven Flachsenberger kein Entkommen! Beim Gewinn der Kreisliga-Meisterschaft eine Woche zuvor hatte sich der Trainer noch drücken können. Doch nach dem 4:3 (1:2) gegen den Ahlhorner SV im Finale des Kreispokals kannten die Fußballerinnen des VfL Wildeshausen kein Erbarmen mit ihrem Coach und verpassten ihm die obligatorische Sektdusche. Doch Flachsenberger war vorbereitet: „Zum Glück hatte ich Wechselklamotten mit“, meinte der 27-Jährige grinsend. So musste er nicht klebend und stinkend in die anschließende Double-Sause starten.

Dabei hatte mehr als eine Stunde lang nichts darauf hingedeutet, dass die Krandel-Kickerinnen erneut Grund zum Feiern haben würden. „Die Mädels waren sehr nervös und haben es nicht geschafft, ihre Anspannung abzulegen“, berichtete Flachsenberger. Seiner Crew war anzumerken, dass sie Angst hatte, Fehler zu machen. „Und wenn du Angst hast, passieren auch Fehler.“

Vor rund 300 Zuschauern im Hans-Jürgen-Beil-Stadion hatte der Kreisliga-Meister die ersten Chancen. Doch Femke Krumdiek scheiterte mit ihrem Lupfer an ASV-Torhüterin Alida Kesse, und auch Lena Behrends konnte die Kugel nicht im Kasten unterbringen. Stattdessen ging das Team des scheidenden Ahlhorner Trainerduos Ellen Knölker und Wolfgang Spielberger mit 1:0 in Führung: Nadja Metzing lenkte einen Schuss von Gina Schmidtke unhaltbar ins eigene Tor (28.). Und nur drei Minuten später war VfL-Keeperin Sabrina Hansch bei einem Weitschuss von Cindy Mahlstedt erneut machtlos – 2:0 (31.).

„Es war immens wichtig, dass wir noch vor der Pause das 1:2 gemacht haben“, freute sich Flachsenberger über den Anschlusstreffer von Larissa Will (38.). „In der Halbzeit haben wir dann gesagt, dass noch alles drin ist“, erzählte Flachsenberger. Doch nach einer guten Stunde schienen seinen Schützlingen die Felle endgültig davonzuschwimmen: Saskia Helms sprang der Ball im Sechzehnmeterraum an die Hand. Doch den fälligen Strafstoß setzte Katharina Höse über das Tor (62.). „Das war wie ein zweiter Weckruf. Ab da haben wir eine Schippe draufgelegt, waren griffiger im Zweikampf und haben konzentrierter nach vorne gespielt“, fand Flachsenberger.

Allen voran Femke Krumdiek: Mit einem lupenreinen Hattrick binnen sechs Minuten machte die 19-Jährige das Double perfekt. Zunächst verwandelte die VfL-Torjägerin einen Foulelfmeter, den sie selbst herausgeholt hatte, zum 2:2 (68.). Dann schloss Krumdiek zwei schöne Angriffe zum 3:2 und 4:2 ab (70./73.).

Zwar konnte Denise Tabke den Ahlhorner SV noch einmal auf 3:4 heranbringen (87.), doch letztlich transportierten die Wildeshauserinnen den Vorsprung über die Zeit. Als Schiedsrichter Nico Menke (TV Munderloh) das nervenaufreibende Finale abpfiff, kannte der Jubel beim VfL keine Grenzen. „Großer Respekt für die Ahlhornerinnen – sie haben uns das Leben richtig, richtig schwer gemacht“, dachte Flachsenberger im Moment des Triumphs auch an den unterlegenen Gegner.

Nachdem die Double-Siegerinnen noch vor Ort die ersten Kaltgetränke verhaftet hatten, gingen die Feierlichkeiten später in Wildeshausen im Ratskeller, in den Gildestuben und im 5Elements bis in die frühen Morgenstunden weiter. „Das haben sich die Mädels redlich verdient! Was sie in dieser Saison geleistet haben, ist Wahnsinn. Jede hat für jede gekämpft – als Trainer kann man sich nur glücklich schätzen, so eine Mannschaft zu haben“, strahlte Flachsenberger. 

mar

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