Wildeshausens erster „Dreier“ der Saison: 3:0 über Bevern 

Feldhus, Seidel und Lehmkuhl bescheren den Premieren-Sieg

Maximilian Seidel auf dem Weg zum 2:0: Hier überlupft Wildeshausens Offensivmann Beverns Torhüter Till Puncak, um die Kugel hinter ihm zum Halbzeitstand zu versenken. - Foto: Krüger

Wildeshausen - Von Cord Krüger. Als Jan Lehmkuhl jubelnd abdrehte, gab es auch für Marcel Bragula kein Halten mehr. Der Trainer des VfL Wildeshausen sprintete auf den Platz und herzte seinen Offensivmann für dessen Tor zum 3:0 (2:0)-Endstand gegen den SV Bevern. Ziemlich viel Druck muss in jenen Sekunden vom Coach abgefallen sein. Zwar standen zu diesem Zeitpunkt noch 13 Minuten auf der Uhr, doch Bragula und die 220 Zuschauer im Krandelstadion ahnten bereits, dass am ersten Saisonsieg des Landesligisten kaum mehr zu rütteln sein dürfte. Was nicht heißen sollte, dass Bragula dem Aufsteiger aus dem Kreis Cloppenburg nicht noch die Auferstehung zugetraut hätte: „Ich fand, das war ein richtig gutes Spiel von beiden Seiten. Aber bei uns hat heute endlich mal alles funktioniert, was wir uns vorgenommen haben.“

Allen voran nannte er die „sehr disziplinierte Defensive. An der haben wir in den letzten Wochen intensiv gearbeitet.“

Derart gestärkt, warteten die Gastgeber am Sonntag erstmal ab, was Bevern zu bieten hatte – um dann eiskalt zu kontern. Das allerdings nicht gerade selten: Maximilian Seidel kam in den ersten zehn Minuten dreimal nur je einen Schritt zu spät gegen Gäste-Schlussmann Till Puncak, doch der nächste Angriff saß: Jan Lehmkuhl brachte auf der rechten Seite Michael Abramczyk in die Bredouille, Alexander Kupka eroberte den Ball und bediente Lennart Feldhus im Zentrum, der aus 14 Metern draufhielt. Efthimios Stoimenou fälschte die Kugel unhaltbar ab – 1:0 (11.)! Feldhus krönte damit vorzeitig seine Fleißleistung im Sturm, wo er viele Bälle hielt und oft zwei Beverner Verteidiger auf sich zog. Doch auch die anderen Protagonisten dieses Treffers lobte der VfL-Trainer: „Jan hat noch nie auf der rechten Seite gespielt, das aber heute richtig gut gemacht. Und über Alex Kupka muss man sich nur wundern“, meinte er über seinen defensiven Mittelfeldmann, der nach sechsmonatiger Zwangspause wegen einer schweren Schulterverletzung am Sonntag ein überragendes Comeback gab: Nach nur vier Trainingseinheiten zeigte er, dass er am Gespür für gegnerische Pässe und Reaktionsschnelligkeit beim Stören kaum etwas eingebüßt hatte. „Ich war selbst überrascht“, gestand der 22-Jährige hinterher: „Jetzt bin ich schon ein bisschen kaputt, aber ich hoffe, dass es so weitergeht – für mich und die Mannschaft.“ Eine Mannschaft, die „mir die Rückkehr echt leicht gemacht hat“ – und eine Mannschaft, „die mit einem von Anfang an fitten Alexander ganz sicher anders in der Tabelle stehen würde als aktuell“, unterstrich VfL-Fußball-Abteilungsleiter Ottmar Jöckel.

Doch auch Kupkas Mittelfeldkollegen Sascha Görke vergaß Bragula in seiner positiven Kritik nicht. Schließlich hatte der mit feinem Steilpass auf Seidel das 2:0 eingeleitet. „Maxi“ sprintete allein auf Torwart Puncak zu, überlupfte ihn, nahm die Kugel selbst wieder auf und schob sie zum 2:0 ein (25.). Dass es dabei bis zur Pause blieb, lag auch an VfL-Schlussmann Sebastian Pundsack, der einen Kopfball von Sebastian Sander aus vier Metern noch spektakulär über den Querbalken lenkte (27.) und einen abgefälschten Sander-Freistoß hielt (35.). 120 Sekunden später donnerte derselbe Sander noch einen Freistoß an den Innenpfosten (37.). „Das war natürlich Pech für Bevern“, atmete Bragula durch, „aber wir wussten um ihre Stärken bei Standards und haben sonst in diesen Situationen gut gestanden.“

Nach dem Wechsel mussten die Wildeshauser den Ausfall von Lennart Flege hinnehmen. Der Abwehrchef humpelte mit einer Knöchelblessur vom Platz – doch die Platzherren kompensierten den Ausfall im Kollektiv. Einzig Beverns Regisseur Bernd Gerdes, bis Sommer noch in Diensten des damaligen Regionalligisten BV Cloppenburg, versuchte sich noch an einem Anschlusstreffer – doch Pundsack parierte (69.). Auf der anderen Seite verpasste Seidel per Kopfball nach präziser Linksflanke von Frederik Dittmar ähnlich knapp das 3:0 (60.) wie Feldhus zum Abschluss eines schönen Spielzugs über Sebastian Bröcker und Lehmkuhl (63.). Die Entscheidung fiel schließlich, als Dittmar von links Seidel auf die Reise schickte, der sich ins Zentrum durcharbeitete und Lehmkuhl bediente. Der wiederum fackelte freistehend nicht lange und sorgte für den Befreiungsschlag.

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