VfL Wildeshausen erhält beim 0:5 vom Spitzenreiter eine kostenlose Lehrstunde

Chancenlos in Bersenbrück

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U 23-Kapitän Yannis Brockmann gab in Bersenbrück sein Landesliga-Debüt.

Wildeshausen - Die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen haben am Mittwochabend eine kostenlose Lehrstunde erteilt bekommen: Die Krandel-Kicker verloren das Aufsteigerduell beim TuS Bersenbrück mit 0:5 (0:5) und wurden dabei vor allem in der ersten halben Stunde schwindelig gespielt.

„Wir waren chancenlos. In der ersten Halbzeit haben wir nicht ein Mal aufs Tor geschossen und sind kaum über die Mittellinie gekommen“, berichtete VfL-Coach Marcel Bragula. Sein Crew kam auf dem mit Sand bestreuten Kunstrasen überhaupt nicht klar. „Dass auf so einem Platz Landesliga-Fußball stattfinden darf, muss verboten werden“, ärgerte sich Bragula. Als Entschuldigung für die Klatsche wollte er das gewöhnungsbedürftige Geläuf aber nicht heranziehen: „So wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, hätten wir wahrscheinlich auch gegen einen Kreisligisten zurückgelegen – ich kann mich bei den mitgereisten Wildeshausern nur entschuldigen.“

Bereits mit dem ersten Angriff besorgte Andrej Homer das 1:0 (3.). Adrian Ellermann (6.), Max Tolischus (16.), Homer (21.) und Julius Liegmann (34.) erhöhten ratzfatz auf 5:0. Erst jetzt bekamen die Gäste langsam Zugriff auf die Partie. „Aber da war das Spiel schon entschieden“, meinte Bragula.

Trotzdem setzten er und sein Trainerpartner Marco Elia ein Zeichen. Sie wechselten den indisponierten Storven Bockhorn, der an zwei Gegentoren beteiligt war, aus. „Es hätte aber auch acht, neun andere Leute treffen können.“ Stattdessen verhalfen sie Yannis Brockmann zu seinem Landesliga-Debüt. „Den Einsatz hat sich Yannis durch seine Leistungen in der U 23 verdient – er hat das gut gemacht“, lobte Bragula den Kapitän der Kreisliga-Mannschaft. Ansonsten hätten allenfalls Keeper Sebastian Pundsack, Mittelfeldspieler Sascha Görke und Innenverteidiger Niklas Heinrich Normalform gehabt. „Niklas war noch der beste Rot-Weiße“, fand Bragula.

Es spricht für die Gäste, dass sie trotz des „Klassenunterschieds“ (Bragula) und des aussichtslosen Rückstandes in der zweiten Halbzeit positiv blieben und die Partie mit Anstand über die Runden brachten. Lukas Schneider (62.) und Lennart Feldhus (65./85.) besaßen sogar Chancen zur Resultatsverbesserung, doch ein Treffer wollte ihnen nicht gelingen. „Wir hätten ein Tor verdient gehabt, aber in der zweiten Halbzeit hat Bersenbrück auch einen Gang zurückgeschaltet“, erläuterte Bragula.

Das i-Tüpfelchen auf einen völlig verkorksten Abend war die Verletzung von Maximilian Seidel. Das Knie des Angreifers war dick angeschwollen und schmerzte stark, so dass Seidel nach der Pause draußen blieb.

mar

Stenogramm

TuS Bersenbrück – VfL Wildeshausen 5:0 (5:0) - TuS Bersenbrück: Torliene - Flottemesch, Homer, Placke, Tolischus, Ellermann (80. Fehl), Schimpf (71. Schwarz), Heskamp, Menkhaus, Balov Liegmann (46. Akbulut) - VfL Wildeshausen: Pundsack - Flege, Heinrich, A. Kari, Görke, Wallner, Seidel (46. Feldhus), J. Lehmkuhl, Bockhorn (37. Brockmann), Tramitzke (66. Stuckenschmidt), Schneider - Tore: 1:0 (3.) Andrej Homer, 2:0 (6.) Adrian Ellermann, 3:0 (16.) Max Tolischus, 4:0 (21.) Andrej Homer, 5:0 (34.) Julius Liegmann - Schiedsrichter: Alexander Thole (SV GW Brockdorf).

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