„Der Mythos Krandel zündet“ – Last-Minute-Tor beim 2:1 gegen Türkgücü Osnabrück

Bröcker belohnt die ewig kämpfenden Wildeshauser

In der 92. Minute ließ Sebastian Bröcker mit seinem Siegtreffer den Krandel beben. Da spürte sogar Janek Jacobs (rechts) kurzzeitig seine Oberschenkelverletzung nicht mehr. - Foto: wie

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Der 29. Mai – er ist und bleibt ein besonderer Tag für den VfL Wildeshausen. 2015 machten die Krandelkicker den Landesliga-Aufstieg gegen den SV Atlas perfekt. Auf dem Tag genau ein Jahr später feierte der Krandel die nächste Party! Eine rauschende. Durch Sebastian Bröckers Last-Minute-Treffer gewannen die Gastgeber das Kellerduell gegen den SC Türkgücü Osnabrück mit 2:1 (1:0). „Vor dem Spiel hat mich noch ein Trainerkollege aus der Landesliga angerufen“, verriet VfL-Coach Marcel Bragula: „Er meinte, dass gute und ehrliche Arbeit belohnt wird. Vielleicht ist da was dran.“

Zumindest wurde Wildeshausens unbändiger Wille belohnt. Statt nach Furkan Güraslans Knaller-Freistoß zum 1:1 (76.) die Köpfe hängen zu lassen, suchten die VfL-Akteure ihr Heil in der Offensive. In der 84. Minute ruschte Lennart Feldhus, der in der 26. Minute per Kopf die Führung erzielt hatte, an einer Hereingabe von Tobias Kern knapp vorbei. Eine Minute später war Kai Schmale frei durch, doch sein Vollspannschuss aus sechs Metern rauschte um Ballbreite am linken Pfosten vorbei. In der 89. Minute schoss Feldhus aus sieben Metern ebenfalls links daneben. Das Siegtor war längst überfällig und fiel in der zweiten Minute der Nachspielzeit: Der extrem stark aufspielende Storven Bockhorn legte im Strafraum quer zu Bröcker, und der 25-Jährige behielt die Nerven, traf aus zwölf Metern von halblinks mit seinem linken Fuß ins lange Eck – ekstatischer Jubel bei allen VfL-Spielern, die ganze Bank sprang wild feiernd umher, das Gros der knapp 400 Zuschauer brüllte seine Freude heraus.

Pure Erleichterung auch bei Bragula und seinem Trainerkollegen Marco Elia. „Wir haben in der zweiten Halbzeit gekämpft, gemacht, getan – aber keinen guten Fußball gespielt“, sagte Bragula: „Da war teilweise eine Verunsicherung zu spüren.“

Allerdings hatten die Wildeshauser auch zeitig einen Nackenschlag einstecken müssen. Bereits in der 28. Minute musste der formstarke Janek Jacobs mit einer Zerrung im rechten Oberschenkel den Platz verlassen. „Wenn der derzeit wichtigste Mann so früh runter muss, musst du das erstmal verkraften“, sagte Elia: „Das Team hat sich schließlich in den vergangenen zwei Wochen stark an Janek hochgezogen.“

Am Sonntagnachmittag zeigte sich aber, dass die Wildeshauser immer noch ein Ass in der Hinterhand haben. In der 77. Minute betrat Aufstiegsheld Kai Schmale den Platz – und das VfL-Offensivspiel war plötzlich wieder zwingender. „Mit Kais Einwechslung ging nochmal ein Ruck durch die Truppe“, sagte Bragula: „So hat der Mythos Krandel endlich mal wieder gezündet.“

Nach elf Spielen ohne Sieg durften die Wildeshauser also mal wieder bedingungslos jubeln – auch, weil sie mit dem Dreier an Türkgücü vorbeizogen, nun vor dem letzten Spieltag auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen.

Ein Punkt im Heimspiel (Samstag/17 Uhr) gegen den SV Holthausen-Biene (sorgenloser Siebter) würde dem Bragula/Elia-Team reichen, um vor Türkgücü (spielen gegen den als Absteiger feststehenden SV Wilhelmshaven) zu bleiben. „Doch wir werden einen Teufel tun und auf Remis gehen“, stellte Elia die Marschroute für das Saisonfinale klar.

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