U 18-Faustballer können bei norddeutscher Meisterschaft spielerisch nicht überzeugen

TV Brettorf schleppt sich mühevoll zum Titelgewinn

Norddeutscher Meister: Hauke Rykena (v.l.), Hauke Spille, Erik Hollmann, Tom Hartung, Moritz Cording, Nils-Erik Schütte, Marcel Osterloh und Vincent Neu vom TV Brettorf.

Brettorf - Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss, heißt es landläufig. Das gilt ein Stück weit auch für die U 18-Faustballer des TV Brettorf. Zwar sicherte sich der Topfavorit bei der norddeutschen Meisterschaft auf eigener Anlage ohne Satzverlust den Titel. Wirklich zufrieden war Trainer Tim Lemke jedoch nicht.

„Sicherlich lesen sich die Ergebnisse gut, aber es lief doch eher schleppend“, meinte Lemke. Vor dem Turnier hätten immer wieder Akteure wegen Urlaubs beim Training gefehlt. „Daher hat man schon gemerkt, dass die Jungen nicht im Rhythmus waren“, erläuterte der Coach. Am Ende habe seine Crew von ihrem deutlich höheren Leistungsvermögen gegenüber der Konkurrenz profitiert. „Aber spielerisch haben wir nicht überzeugt.“

Bereits in der Auftaktpartie gegen den Ahlhorner SV taten sich die Gastgeber – wie es bei Brettorfer Mannschaften fast schon Tradition hat – schwer. „Im ersten Satz haben wir ziemlich rumgetrödelt“, berichtete Lemke. Urplötzlich sah sich sein Team einem 6:9-Rückstand ausgesetzt. Doch gerade noch rechtzeitig bekam der Niedersachsenmeister die Kurve und gewann den Durchgang mit 11:9. „Da haben wir echt Glück gehabt“, gestand Lemke. Beim 11:5 im zweiten Satz ließen seine Schützlinge dann aber nichts anbrennen.

Gegen den TuS Dahlbruch, den Lemke eigentlich als stärksten Konkurrenten auf dem Zettel hatte, setzten sich die Brettorfer ungefährdet mit 11:6, 11:8 durch. Als härteste Nuss entpuppte sich stattdessen der TSV Hagen 1860. „Aber diese Aufgabe haben wir relativ souverän gelöst“, sagte Lemke nach dem 11:9, 11:8.

Beim abschließenden 11:4, 11:8 über den MTSV Selsingen konnte es sich der Übungsleiter sogar leisten, munter durchzuwechseln, ohne dass es zu einem Bruch kam. „Wir haben acht Jungs auf einem Niveau – das war die wichtigste Erkenntnis des Turniers“, bilanzierte Lemke mit Blick auf die deutsche Meisterschaft am 10. und 11. September in Bardowick. „Wir haben jetzt noch sechs Wochen Zeit, um unsere Hausaufgaben zu machen. Wenn wir verletzungsfrei bleiben und alle bei hundert Prozent sind, sollten wir um den Einzug ins Halbfinale mitspielen können“, zeigte sich Lemke zuversichtlich.

Der Ahlhorner SV musste sich nach der Aufktaktniederlage gegen Brettorf auch dem MTSV Selsingen (9:11, 12:10, 8:11) und dem TSV Hagen 1860 (8:11, 9:11) geschlagen geben. Der abschließende Sieg über den TuS Dahlbruch (11:4, 11:7) reichte dem ASV jedoch zum Gewinn der Bronzemedaille, weil Dahlbruch die schlechtere Balldifferenz und Selsingen das schlechtere Satzverhältnis aufwies.

Bronze ging ebenfalls an die weibliche U 18 des Ahlhorner SV. Im kleinen Finale kämpfte die Mannschaft von Trainerin Edda Meiners den MTV Wangersen mit 11:13, 11:8, 13:11 nieder. Den Einzug ins Endspiel hatte der ASV durch das 8:11, 2:11 gegen den TSV Bayer Leverkusen verpasst. Den Titel sicherte sich der TV Jahn Schneverdingen durch das 11:9, 11:7 über Leverkusen.

Wenig erfolgreich verlief das Turnier aus Sicht des Gastgebers. Die Mädchen des TV Brettorf verloren alle drei Gruppenspiele gegen den Braschosser TV (10:12, 11:8, 9:11), den TSV Essel (11:9, 8:11, 5:11) sowie den TV Jahn Schneverdingen (11:7, 7:11, 5:11) in drei Durchgängen und schieden sieglos nach der Vorrunde aus. - mar

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