Abstiegsduell in Dinklage: „Lust aufs Gewinnen ist größer als Angst vorm Verlieren“

Bragula wünscht sich für das Schlüsselspiel ein frühes Tor

Beim Wildeshauser 3:0-Erfolg im Hinspiel lieferten sich VfL-Angreifer Maximilian Seidel (r.) und Tobias Nordlohne packende Duelle. Dazu wird es diesmal nicht kommen. Für Dinklages Abwehrspieler ist die Saison verletzungsbedingt bereits gelaufen. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Der Druck ist da, keine Frage! Nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen auf den TV Dinklage, der den ersten Abstiegsplatz belegt. „Deshalb sind wir gut beraten, da nicht zu verlieren“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula vor dem direkten Duell an diesem Freitag, 19 Uhr.

Die Krandel-Kicker sind nun schon seit acht Spielen ohne Sieg, kassierten zuletzt sechs Niederlagen am Stück und warten seit 428 Minuten auf einen Torerfolg. Diese Serien „lassen sich nicht wegdiskutieren“, sagt Bragula. Der 41-Jährige betont vor dem Kellerduell aber auch: „Die Lust aufs Gewinnen ist größer als die Angst vorm Verlieren.“

Um der Sturmflaute zu begegnen, ließen Bragula und sein Trainerpartner Marco Elia zuletzt vermehrt Torabschlüsse üben. Zuletzt traf der Aufsteiger vor der gegnerischen Kiste „zu oft die falsche Entscheidung“, erläutert Bragula: „Wir müssen Spaß und Freude ins Spiel bringen und positive Erlebnisse schaffen. Wenn man jetzt auf die Jungs draufknüppelt, erreicht man genau das Gegenteil.“

Während die Gäste also das Ende ihrer Durststrecke herbeisehnen, hat der TV Dinklage seine Chancen auf den Klassenerhalt mit 13 Punkten aus den jüngsten sieben Spielen erheblich verbessert. Zuletzt setzte es allerdings ein 0:5 gegen den SV Hansa Friesoythe. Die Crew von Trainer Stefan Stuckenberg hat jedoch den großen Vorteil, die verbleibenden fünf Partien allesamt im heimischen Jahnstadion austragen zu dürfen.

Allerdings hat der Tabellendreizehnte ausgerechnet vor dem „Schlüsselspiel“ (Bragula) gegen Wildeshausen erhebliche Personalsorgen. Kapitän Michael Bockhorst, mit sechs Treffern bester Dinklager Schütze, ist wegen der fünften Gelben Karte gesperrt. Für Abwehrspieler Tobias Nordlohne ist die Saison verletzungsbedingt vorbei.

Ob Steffen Gaußelmann und Philipp Wendel auflaufen können, ist mehr als fraglich. Auch der Einsatz von Verteidiger Markus Espelage steht wegen einer Zerrung auf der Kippe – sein Ausfall wäre ein herber Verlust. Dafür kehrt Chris Neteler nach abgesessener Matchstrafe zurück ins Team. Der Linksfuß schießt fast alle Standards, die wohl gefährlichste Dinklager Waffe.

„Das Spiel werden vermutlich Kleinigkeiten entscheiden“, vermutet Bragula und denkt dabei etwa an ein verlorenes Kopfballduell. Außerdem wünscht er sich ein frühes Tor: „Das würde uns mal guttun.“ Ansonsten bereitet sich der Tabellenelfte genauso vor wie immer. „Wir werden jedenfalls nicht vorher in die Kirche gehen“, betont Bragula, der auf die verletzten Alexander Kupka und Ole Lehmkuhl sowie Niklas Heinrich (Studienfahrt) verzichten muss.

mar

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