VfL-Trainer rechnet vor Saisonfinale gegen SV Holthausen-Biene fest mit Klassenerhalt

Bragula verzichtet auf Spione: „Wir gucken nur auf uns“

Griff an den Oberschenkel: Wildeshausens Janek Jacobs (r.) verletzte sich beim 2:1 gegen den SC Türkgücü Osnabrück. Der Einsatz des Flügelstürmers beim Saisonfinale ist stark gefährdet. - Foto: Wiechert

Wildeshausen - Es geht um alles: Schaffen die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen am letzten Spieltag den Klassenerhalt oder nicht? „Ich habe ein gutes Gefühl und bin absolut überzeugt, dass wir die Spielklasse halten – das wäre ein noch größerer Erfolg als die Bezirksliga-Meisterschaft im vergangenen Jahr“, betont VfL-Coach Marcel Bragula vor dem abschließenden Heimspiel gegen den SV Holthausen-Biene an diesem Sonnabend (17 Uhr).

Mit einem Sieg gehen die Krandel-Kicker ganz auf Nummer sicher. Aber auch bei einem Unentschieden hätten sie recht gute Chancen, dem Abstiegsgespenst von der Schippe zu springen: Ihr Konkurrent SC Türkgücü Osnabrück müsste in diesem Fall mit mindestens acht Toren Differenz beim SV Wilhelmshaven gewinnen, um noch vorbeizuziehen. Aber selbst bei einer Niederlage ist noch nicht aller Tage Abend. Dann dürfte Türkgücü an der Jade jedoch nicht über ein Unentschieden hinauskommen. Doch diese Rechenspiele interessieren Bragula nicht. „Wir gucken nur auf uns“, bekräftigt der 41-Jährige. „Ein Unentschieden dürfte nicht reichen, weil ich davon ausgehe, dass Türkgücü in Wilhelmshaven gewinnt.“ Deshalb verzichtet Bragula auch darauf, einen Spion ins Jadestadion zu entsenden.

Denn die Aufgabe seiner Crew ist knifflig genug: Der SV Holthausen-Biene ist für Bragula die „Mannschaft der Stunde“. Der Tabellensiebte ist seit neun Partien ungeschlagen, bezwang zuletzt den drittplatzierten SV Vorwärts Nordhorn mit 3:0 und den viertplatzierten SV Bad Rothenfelde gar mit 7:1.

Ihre letzte Niederlage kassierte die Mannschaft von Trainer Ulrich Manemann am 26. März: beim 1:2 im Hinspiel. „Da waren wir personell auch noch ganz anders aufgestellt“, erinnert sich Bragula. In Ole Lehmkuhl (Kreuzbandriss) fehlt ihm im Rückspiel einer der beiden Torschützen. Außerdem fallen Alexander Kupka und Niklas Heinrich für das Saisonfinale definitiv aus. Sollte der an der Hüfte verletzte Sascha Görke grünes Licht geben, wäre er allenfalls ein Kandidat für die Bank. Auch der Startelf-Einsatz von Maximilian Seidel, der am Dienstag komplett aussetzte und am Donnerstag nur sporadisch trainieren konnte, ist fraglich. Außerdem bangt Bragula um Janek Jacobs, der beim 2:1 gegen Türkgücü wegen einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden musste: „Wir versuchen alles, um ihn fit zu bekommen, aber es sieht nicht gut aus.“

Trotzdem will Bragula die Personalsorgen nicht zum Thema machen. „Wir vertrauen den Spielern, die uns zur Verfügung stehen.“ Obwohl Jan Gusfeld-Ordemann seine Grippe auskuriert hat, setzt Bragula in der Innenverteidigung erneut auf Pascal Hesselmann. „Pascal hat in den beiden Spielen gegen Lohne und Türkgücü überzeugt. Deshalb wäre es nicht gerechtfertigt, ihm das Vertrauen zu entziehen. Außerdem ist er ein Junge, dem die Zukunft gehören könnte“, erläutert Bragula.

Wie schon beim Titelgewinn gegen Atlas setzt der Übungsleiter erneut auf die Unterstützung des Publikums: „Als United Wildeshausen werden wir das schon irgendwie packen.“ 

mar

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