Torjäger-Ikone des VfL Wildeshausen soll in den drei verbleibenden Saisonspielen noch mal für einen Motivationsschub sorgen

Bragula reaktiviert Aufstiegsheld Schmale

Torjäger Kai Schmale (r.) hilft in den letzten drei Saisonspielen im Wildeshauser Landesliga-Team aus. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, da köpfte Kai Schmale den VfL Wildeshausen mit seinem Treffer zum 1:1 gegen den SV Atlas Delmenhorst in die Fußball-Landesliga. Anschließend zog sich der Aufstiegsheld in die vierte Wildeshauser Mannschaft zurück und schloss ein Comeback kategorisch aus. Bis jetzt.

Denn besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Nach der 1:2-Pleite beim VfL Oythe griff VfL-Coach Marcel Bragula zum Telefon und wählte Schmales Nummer. „Kai hat gefragt, wann ich ihn brauche, und ich habe gesagt: ab Dienstag – damit war das Gespräch beendet“, berichtete Bragula. Im Kampf um den Klassenerhalt kann er bei den drei noch ausstehenden Heimspielen auf den Torjäger zählen, also bereits an diesem Mittwoch, 19.15 Uhr, gegen den TuS BW Lohne. „Wir wollen alle Waffen nutzen, die uns zur Verfügung stehen. Ich hoffe, dass das der Mannschaft noch mal einen Motivationsschub gibt – und wenn es nur ein paar Prozent sind“, erläutert der Übungsleiter.

Denn es ist offensichtlich, woran es derzeit bei den Krandel-Kickern hapert: beim Toreschießen. „Wir schaffen es nicht, den Ball in der Bude unterzubringen“, hadert Bragula. In den vergangenen acht Partien, die allesamt verloren gingen, was zum Sturz auf Abstiegsplatz 13 führte, netzte die Wittekind-Crew nur zweimal. Torschützen waren Lennart Flege und Storven Bockhorn, ein Abwehr- und ein Mittelfeldspieler. Dagegen hat die Abteilung Attacke um den 13-fachen Saisontorschützen Lennart Feldhus die Produktion derzeit eingestellt. „Wir haben Vertrauen in unsere Stürmer. Aber wir Trainer können nicht einfach zugucken und wollen uns später nicht vorwerfen, dass wir nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben“, betont Bragula.

„Als ,Bragu‘ gefragt hat, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Wenn ich helfen kann, dann mache ich das“, begründet Schmale seinen Sinneswandel. Die Unterstützung wird hauptsächlich moralischer Natur sein, denn ohne regelmäßiges Training kommen allenfalls Kurzeinsätze infrage. Für den 33-Jährigen sind der Spaß am Kicken und die dritte Halbzeit inzwischen das Wichtigste. Aber das Knipsen hat Schmale nicht verlernt: 15 Treffer weist die Statistik der 3. Kreisklasse für ihn aus.

Außer dem Angreifer werden gegen Lohne wahrscheinlich auch noch einige Akteure aus der U 23 im Wildeshauser Aufgebot stehen. Denn die ohnehin schon prekäre Personalsituation hat sich noch einmal verschärft. Alexander Kupka, Ole Lehmkuhl und Sascha Görke sind verletzt. Jan Gusfeld-Ordemann und Jannik Wallner liegen mit Grippe flach. Storven Bockhorn weilt beruflich in Toulouse. Ob Kai Meyer seinen Dienst tauschen kann, ist ebenso fraglich wie der Einsatz der angeschlagenen Niklas Heinrich und Maximilian Seidel. Immerhin kehrt Jan Lehmkuhl nach abgesessener Gelbsperre zurück. „Aber wir dürfen uns nicht mit den fehlenden Leistungsträgern beschäftigen, sondern mit den verbliebenen Spielern“, bekräftigt Bragula.

Sein Lohner Kollege Thomas Schmunkamp muss auf seinen rotgesperrten Sechser Sergei Hofmann und eventuell auch auf Offensivkraft Mursel Smakolli (Bauchmuskelzerrung) verzichten. In den beiden Spielen seit Schmunkamps Amtsübernahme feierten die Blau-Weißen zwei Siege bei Kickers Emden (1:0) und beim SV Hansa Friesoythe (2:1). Ein Lohner Erfolg im Krandel ist nach Rechnung von Kai Schmale jedoch ausgeschlossen: „Die Jungs holen aus den letzten drei Spielen sieben Punkte und schaffen den Klassenerhalt – dafür sind sie stark genug.“ - mar

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