Aufsteiger kämpft beim 1:2 in Oythe bravourös / Torflaute beendet

Bockhorn bricht den Bann – Wildeshausen verliert trotzdem

Storven Bockhorn (r.) war eigens für das Auswärtsspiel beim VfL Oythe aus Toulouse angereist und beendete mit seinem Treffer die 548-minütige Wildeshauser Torflaute. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Aufopferungsvoll gekämpft, aber mit dem ersehnten Sieg wurde es wieder nichts. Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen kassierte mit dem 1:2 (1:0) beim VfL Oythe bereits die achte Niederlage in Folge und muss mehr denn je um den Klassenerhalt zittern. Immerhin: Mit seinem Treffer zum 1:0 brach Storven Bockhorn den Bann und beendete nach 548 Minuten die Torflaute der Krandel-Kicker. Doch kaufen konnten sie sich dafür nichts.

„Dabei haben wir unser vielleicht bestes Rückrundenspiel gemacht“, sagte Wildeshausens Trainer Marcel Bragula. „Bei einem Chancenverhältnis von 8:3 wäre ein 5:2 als Ergebnis angemessen gewesen – dass wir nicht als Sieger vom Platz gegangen sind, ist schon bitter.“

Doch wer seine Chancen nicht nutzt, der wird im Fußball ganz oft bestraft. Sechsmal tauchte der Aufsteiger in Person von Tobias Kern (4), Andreas Kari und Sebastian Bröcker allein vor Oythes Keeper Wilhelm Heise auf, schaffte es aber nicht, die Kugel im Kasten unterzubringen. „Dass wir die Dinger nicht machen, ist nicht normal!“, schimpfte Bragula.

Die personell dezimierten Gäste, bei denen Torjäger Lennart Feldhus den Zehner gab, waren zunächst auf Torsicherung bedacht und überließen dem Vizemeister größtenteils den Ball. Nachdem Kern seine erste dicke Möglichkeit vergeben hatte, gab Schiedsrichter Kevin Wessels (SV DJK Geeste) auf der Gegenseite Strafstoß. Für Bragula „ein schlechter Witz – Sebastian Pundsack hat ganz klar den Ball gespielt“. Doch Schlussmann Pundsack lenkte den von Oythes Kapitän Fabian Meyer zentral geschossenen Elfmeter mit dem Fuß an die Latte, und es blieb beim 0:0 (23.).

Doch nicht lange. Dann bediente Wildeshausens Youngster Niklas Heinrich, der erstmals auf der Sechs zum Einsatz kam und an der Seite von Storven Bockhorn eine klasse Partie bot, Janek Jacobs. Der Flügelstürmer flankte von links, und Bockhorn drosch den Ball aus etwa zwölf Metern direkt zum 1:0 in den Winkel (30.). Der Torschütze war eigens für die Begegnung von der Arbeit aus Toulouse angereist. Aber so engagiert der Tabellendreizehnte auch spielte – er verpasste es nach dem Führungstreffer, den Deckel draufzumachen.

Bereits nach einer halben Stunde musste Maximilian Seidel mit einer Zerrung vom Feld. Der Angreifer droht nun für das Heimspiel gegen den TuS BW Lohne (Mittwoch, 19.30 Uhr) auszufallen. Später ließen bei seinen Offensivkollegen Kern und Jacobs merklich die Kräfte nach. „Das war so ein bisschen der Knackpunkt. Wir konnten nicht mehr nachlegen – da fehlt uns die Qualität“, meinte Bragula.

Dann brach das Unglück über seine Crew herein: Pundsack sah einen Schuss von Andre Wohlers zu spät – 1:1 (74.). „Und beim 1:2 haben wir brutal schlecht verteidigt“, ärgerte sich Bragula über das stümperhafte Defensivverhalten, das Philip Schönewolf bestrafte (83.). Trotzdem: „Die Jungs tun mir einfach nur leid. Sie haben bravourös gekämpft und sind leider nicht belohnt worden“, bedauerte Bragula.

Schwacher Trost: Vor den drei abschließenden Heimspielen beträgt Wildeshausens Rückstand auf das rettende Ufer weiter nur einen Zähler. - mar

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