Fußballkreis beschließt Änderungen

„Aufstiegsmuffeln“ droht künftig der Zwangsabstieg

Jens Dzatkowsky (Mitte) von der Brauerei Krombacher als Partner des Kreispokals nahm während der Arbeitstagung der Fußballer die Ziehung der ersten Runde vor – gemeinsam mit Manfred Nolte (links) und Thomas Luthardt vom Spielausschuss. - Foto: Krüger

Kirchhatten - Die Familie der Fußball-Clubs im Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst ist um ein Mitglied reicher: Die TSG Hatten-Sandkrug geht zur neuen Saison mit einer Männer-Mannschaft an den Start.

Und sie zeigte sich schon mit Beginn der Planungen für die neue Serie sehr kooperativ, wie der Spielausschussvorsitzende Manfred Nolte am Montagabend während der Arbeitstagung im Schützenhof Kirchhatten lobte: „Sehr viele Mannschaften wollen so weit unten wie möglich spielen, aber Hatten-Sandkrug hat sich bereit erklärt, gleich in der 3. Kreisklasse zu starten. Wenn das so weiter geht, dass alle nur in der 5. Kreisklasse bleiben wollen, können wir den Laden hier bald dicht machen“, murrte Nolte.

Zwar können „wir niemanden zwingen, höher zu spielen, als man will“, wusste der Spielausschusschef. Er bemängelte jedoch, dass viele Teams seit Jahren stets Kandidaten für die ersten drei Plätze seien, aber nicht aufsteigen möchten. „Damit das bald vorbei ist, werden wir künftig solche Mannschaften in der Saison darauf abstufen – in der Hoffnung, dass das dann vorbei ist.“

Die Bemühungen um ein ausgeglichenes Klassensystem waren im Kreis offenbar wieder mal enorm. „Sehr viele Telefonate“ habe Nolte führen müssen, um die Staffeleinteilung im Männer-Bereich so hinzubekommen, wie sie sich zum Serienstart am ersten August-Wochenende darstellt. „Leider Gottes haben wir aber eine 17er-Staffel“, bedauerte er mit Blick auf die 1. Kreisklasse – weil es dorthin drei Absteiger, aber nur zwei Aufsteiger aus dieser Liga gebe. Ansonsten treten nun bis auf die 3. Kreisklasse (15 Vereine) überall von der Kreisliga bis zur 5. Kreisklasse 16 Teams gegeneinander an.

Möglichkeiten für 7er-Herrenmannschaften kann dieser Kreisverband hingegen nicht bieten. Deshalb spielt der SC Colnrade II nun in der 5. Kreisklasse des Nachbarkreises Diepholz, der dort die 7er-Formationen zusammengefasst hat.

Nolte zeigte sich erleichtert, dass die abgelaufene Spielzeit trotz der vielen witterungsbedingten Ausfälle „mit gewissen Anstrengungen“ pünktlich geendet habe: Das war aber nur möglich, weil wegen der vielen Landesliga-Absteiger diesmal keine Aufstiegsrunden nötig waren. „Unser Glück“, atmete Nolte auf.

Deshalb zieht der Kreis wieder zwei Spieltage aus dem Winter vor, so dass sich die Fußballer im August erneut auf „englische Wochen“ einstellen müssen: Nach dem Pokal-Auftakt am 31. Juli folgt der erste Punktspieltag, dann unter der Woche die zweite Cup-Runde, danach ein erneutes Liga-Wochenende und während der Woche der nächste Spieltag. „Die Winterpause fällt relativ kurz aus – vom 19. Dezember bis zum 5. Januar“, erläuterte Nolte.

„Ab dem 15. Januar könnten wir wieder starten – aber nur theoretisch“, meinte er mit Blick auf das zu erwartende Wetter. Das Saisonende sei laut Niedersächsischem Fußball-Verband für den 28. Mai vorgesehen – das missfällt dem Planer: „Der Juni als bester Monat steht uns mal wieder nicht zur Verfügung – aber darauf haben wir keinen Einfluss.“

Neu ist ab Sommer, dass ein Fußballer schon in der 1. Kreisklasse nach seiner fünften Gelben Karte oder einer Gelb-Roten Karte für eine Partie zusehen muss. Bisher gilt dieses Sperren-System ab der Kreisliga aufwärts, „Ich denke, in den nächsten Jahren wird sich das weiter nach unten durchziehen“, prophezeite Nolte.

Zudem wies er darauf hin, dass der Kreis künftig in seinen Ligen die vom DFB in seinem Masterplan verordnete „Begrüßungskultur“ umsetzen müsse. „Also wie jetzt bei der EM“, verdeutlichte Nolte: „Mannschaften und Schiedsrichter laufen zusammen auf, begrüßen sich gegenseitig, klatschen sich ab und rennen im Mittelkreis herum.“ Die Vorstellung bei einer überschaubaren Zuschauerkulisse in den untersten Klassen, sorgte bei einigen Vereinsvertretern für Schmunzeln.

Ernster ist dem Verband hingegen die nun wieder bindend vorgeschriebene Gesichtskontrolle, die der Schiedsrichter spätestens 20 Minuten vor dem Anpfiff bei den Aktiven vornehmen muss – zum Verhindern des Missbrauchs von Spiel-Erlaubnissen. - ck

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