Tom Schmidt steigert sich bei seiner Landesliga-Premiere in der zweiten Halbzeit

„Auf der Acht lief es besser“

Tom Schmidt (r.) schirmt den Ball gegen TSV-Torjäger Mohamed Alawie ab. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Marcel Bragula hat es getan. Noch vor dem Abschlusstraining hatte sich der Coach des Landesligisten VfL Wildeshausen eher zurückhaltend geäußert, ob er Tom Schmidt in den Kader für das Heimspiel gegen den TSV Oldenburg berufen würde. Die Sondergenehmigung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) für den 17-Jährigen lag bereits vor. Beim Anpfiff fand sich das Talent dann nicht nur im Aufgebot, sondern direkt in der Startelf wieder.

Gut zwei Stunden später stand Tom Schmidt mit einer Wasserflasche in der Hand am Mittelkreis und wirkte sichtlich geknickt. Bei seinem ersten Herrenspiel hatten die Krandel-Kicker eine ziemlich schwache Vorstellung geboten und verdient mit 1:4 verloren. Am Debütanten lag es freilich nicht, auch wenn er selbst mit seiner Leistung nur bedingt zufrieden war. „Die war in Ordnung, ist aber ausbaufähig“, bilanzierte Schmidt.

Vor allem mit seinem Auftritt in der ersten Halbzeit war der VfL-Youngster „nicht so zufrieden“. Für die Position des Rechtsverteidigers hätte Bragula trotz der Ausfälle von Sven Apostel (Grippe) und Jannik Wallner (Urlaub) in Marius Meier noch eine weitere Alternative gehabt. Doch der VfL-Coach entschied sich für Tom Schmidt, eigentlich ein gelernter Mittelfeldspieler. Der Part in der Viererkette ist dem Gymnasiasten aber durchaus vertraut. Denn auch NFV-Trainer Kiriakos Aslanidis hatte Schmidt in den vier Partien beim DFB-Sichtungsturnier als Rechtsverteidiger der niedersächsischen U 18-Auswahl eingesetzt. Direkt nach seiner Rückkehr aus Duisburg führte der Blondschopf die Wildeshauser A-Junioren in der Bezirksliga zum 4:2-Erfolg bei GVO Oldenburg. Ein straffes Programm. „Deshalb waren meine Knochen schwer, aber das legt sich wieder“, meinte Schmidt.

Gegen den TSV Oldenburg musste er dann gleich mal Lehrgeld bezahlen. In der sechsten Minute verlor Schmidt am Strafraumeck den Ball an Mohamed Alawie. Anschließend ließ sich der Wildeshauser mit der Rückennummer 29 von Marten Niemeyer austanzen. Den Schuss des TSV-Kapitäns konnte VfL-Keeper Sebastian Pundsack jedoch entschärfen. Ins Offensivspiel schaltete sich Schmidt im ersten Durchgang nur selten ein.

In der Pause stellte Bragula um, beorderte Sebastian Bröcker nach hinten und schickte Tom Schmidt ins Mittelfeld. „Auf der Acht lief es schon besser“, meinte der Nachwuchsmann. Er machte viele Meter, gab Kommandos, trat Standards und versuchte das Wildeshauser Spiel anzukurbeln. „Leider sind wir nicht belohnt worden“, bedauerte er.

Im Vergleich zum Juniorenfußball gehe es bei den Senioren „vor allem körperbetonter“ zu, berichtete Schmidt nach seiner Landesliga-Premiere. Dafür sei das Tempo „vergleichbar“. Mithalten kann das Wildeshauser Eigengewächs, das kürzlich vom JFV Nordwest zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist, in der sechsthöchsten Spielklasse allemal.

„Tom hat gesehen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Er ist nervös gestartet, im Mittelfeld lief es dann ein bisschen besser. Aber ich bin froh, dass ich ihn habe – das ist unsere Zukunft“, betonte Bragula. - mar

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