U 18-Faustballer des TV Brettorf setzen sich DM-Krone auf

Angreifer Vincent Neu leistet wertvolle Defensivarbeit

Ausgelassen bejubeln die Brettorfer Vincent Neu, Nils-Erik Schütte, Erik Hollmann, Hauke Rykena, Tom Hartung, Moritz Cording, Hauke Spille und Marcel Osterloh den Gewinn des deutschen Meistertitels.

Brettorf - Die Titelhamster des TV Brettorf haben erneut zugeschlagen! Nach dem Gewinn der Niedersachsenmeisterschaft und der norddeutschen Meisterschaft setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Lemke und Betreuer Klaus Tabke in Bardowick nun auch die DM-Krone auf.

„Das war schon sehr souverän!“, fand Lemke. Er hatte im Vorfeld mit dem Erreichen des Halbfinales geliebäugelt. Nach der durchwachsenen Gruppenphase steigerte sich seine Crew in der Endrunde. „Am Sonntag sind alle über sich hinausgewachsen, so dass wir verdient deutscher Meister geworden sind“, meinte Lemke.

Dabei war Hauke Rykena stark erkältet ins Turnier gegangen. „Aber er hat sich durchgebissen und ganz, ganz starke Angaben geschlagen“, lobte Lemke seinen Angreifer. Auch U 18-Weltmeister Hauke Spille trumpfte groß auf. „Bei ihm liegt jeder Ball da, wo er hin muss. Es hat Laune gemacht, ihm zuzugucken“, sagte Lemke.

Kapitän Spille spielte vor allem im Finale gegen den NLV Vaihingen eine wichtige Rolle. Nachdem Brettorf den ersten Satz mit 11:7 gewonnen hatte, überließ Vaihingens Linksschläger Kai Fichtner seinem Teamkollegen Marc Löwe das Service. „Er hat uns dann mit kurzen Angaben das Leben schwer gemacht“, berichtete Lemke. Sein Team musste den Satzausgleich hinnehmen (10:12). Zu Beginn des entscheidenden dritten Durchgangs zog der Coach dann Mittelmann Spille weiter vor und beraubte den Gegner dadurch seiner schärfsten Waffe. Wertvolle Defensivarbeit leistete zudem Angreifer Vincent Neu. Brettorf legte ein schnelles 4:0 vor, führte beim letzten Seitenwechsel 6:1 und machte wenig später mit dem 11:5 den Titel perfekt.

Obwohl die Brettorfer als Mitfavorit angereist waren, taten sie sich in der Vorrunde zunächst schwer. Zum Auftakt besiegte der norddeutsche Meister den Landkreisrivalen Ahlhorner SV ungefährdet mit 11:8, 11:5. Anschließend setzte es gegen den VfL Kellinghusen um U 18-Weltmeister Rouven Kadgien eine Zwei-Satz-Niederlage (9:11, 10:12). „Rouven hat ausgerechnet gegen uns sein bestes DM-Spiel gemacht“, ärgerte sich Lemke.

Der TSV Gärtringen entpuppte sich dann wegen seines unorthodoxen Spielstils mit vorgezogener Mitte als unbequemer Gegner. „Aber dafür haben wir das noch ganz gut gelöst“, sagte Lemke nach dem 11:6, 9:11, 11:7. Dafür wussten die Brettorfer gegen ihren Dauerkonkurrenten TV Wünschmichelbach genau, was sie tun mussten, und setzten sich ungefährdet mit 11:8, 11:6 durch.

Als Gruppenzweiter musste der TV Brettorf in die Qualifikation. „Das ist aber nicht unbedingt von Nachteil. Wenn du gewinnst, gehst du mit Rückenwind ins Halbfinale“, erläuterte Lemke. Genau so kam es. Seine Mannen machten beim 11:6, 11:3 gegen den TSV Hagen 1860 ein Klassespiel und gingen „mit breiter Brust“ ins Halbfinale gegen die Berliner TS. „Berlin konnte uns nicht unter Druck setzen, weil bei uns jeder Ball dahin kam, wo er hin sollte. Hauke Rykena und Vincent Neu konnten sich im Angriff voll austoben“, erzählte Lemke nach dem glatten 11:3, 11:6 über die Hauptstädter.

Während die Brettorfer einmal mehr mit Edelmetall dekoriert heimkehrten, konnte der Ahlhorner SV nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Die Mannschaft von Trainer Achim Kuwert-Behrenz belegte nach dem 11:5, 7:11, 11:7 über den TV Wünschmichelbach Platz sieben.

In der Konkurrzenz der weiblichen U 18 waren keine Teams aus dem Landkreis Oldenburg am Start. Deutscher Meister wurde der TSV Calw vor dem TSV Bayer 04 Leverkusen und dem TV Jahn Schneverdingen. 

mar

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