Neuzugang des VfL Wildeshausen gibt im Test beim SV Tur Abdin sein Comeback 

Abraham beendet seine Leidenszeit

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Der gefoulte Sascha Abraham (r.) hat den Ball zurechtgelegt. Den folgenden Freistoß hämmerte VfL-Abwehrchef Lennart Flege (nicht im Bild) wenig später zum 1:0 in die Maschen. 

Delmenhorst - Von Sven Marquart. Neun Monate war Sascha Abraham wegen eines Knorpelschadens im Knie außer Gefecht gesetzt. Am Dienstag um 20.37 Uhr endete seine Leidenszeit: Der Neuzugang des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen wurde im Vorbereitungsspiel beim Bezirksligisten SV Tur Abdin eingewechselt. Es war sein erster Einsatz seit Oktober 2015.

Während der 26 Minuten, in denen Abraham ran durfte, deutete der Offensivmann an, dass er eine immense Verstärkung für die Krandel-Kicker werden könnte – so er denn fit ist. Der 26-Jährige machte im Sturmzentrum jedenfalls mehr Betrieb als sein Vorgänger Lennart Feldhus und verpasste per Hacke nach Eckstoß von Jan Lehmkuhl sowie nach Linksflanke von Kevin Kari nur knapp einen Treffer. Aber auch beim einzigen Tor der Partie hatte Abraham seine Finger im Spiel: Nachdem er kurz vor der Strafraumgrenze gefoult worden war, legte er sich den Ball zum Freistoß zurecht. Doch VfL-Coach Marcel Bragula bestimmte Lennart Flege zum Schützen, und der Abwehrchef jagte die Kugel mit Karacho und unhaltbar für Abdin-Keeper Mihail Artene zum 1:0 (0:0) unter den Querbalken (78.).

„Na, kaputt?“, fragte Rechtsverteidiger Jannik Wallner seinen neuen Mitspieler nach dem Abpfiff. „Ein bisschen!“, schnaufte Sascha Abraham, der während der ersten Halbzeit mit den übrigen Reservisten fleißig Laufrunden im Delmenhorster Stadion gedreht hatte. Aber immerhin reichte seine Kraft noch, um anschließend ein paar Bälle mit seinem Söhnchen Adrian-Maxim zu schießen. „Ein geiles Erlebnis, endlich wieder zu spielen“, schwärmte der Angreifer, der erst zweimal wieder voll mit der Mannschaft trainiert hat und nach eigener Aussage erst wieder bei „60 bis 65 Prozent“ seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist. „Jetzt hoffe ich nur, dass das Knie nicht wieder dick wird.“

Kaum Akzente setzen

Außer Abrahams Comeback förderte die Partie aus Wildeshauser Sicht nur wenige positive Aspekte zutage. Marcel Bragula hatte zwar „einige gute Ansätze“ gesehen, aber auch „viel Luft nach oben“. Gegen die taktisch sehr disziplinierten und gut gestaffelten Gastgeber konnte der Landesligist offensiv kaum Akzente setzen. „Wir müssen torgefährlicher werden. Bei uns fehlt die Kreativität aus dem Mittelfeld – da werden Sascha Görke und Storven Bockhorn schmerzlich vermisst. In der zweiten Halbzeit hat zumindest Sebastian Bröcker ein bisschen Schwung reingebracht“, meinte Bragula. „Auch die Passqualität war nicht so, wie ich mir das vorstelle“, monierte der Übungsleiter.

Insgesamt gab Bragula 19 Akteuren Einsatzzeit. Lediglich Verteidiger Lukas Schneider, Mittelfeldspieler Jan Lehmkuhl und Torhüter Sebastian Pundsack spielten durch. Pundsack war es auch, bei dem sich die Wildeshauser bedanken durften, dass sie nicht in Rückstand geraten waren. Der VfL-Kapitän rettete unter anderem in höchster Not gegen Manuel Celik (5.), Roman Seibel (71.) und Lukas Mutlu (84.).

Die Chancenverwertung war denn auch das einzige Manko, dass Stefan Keller seiner Crew vorhalten konnte. „Sonst kann ich nicht viel Schlechtes sagen. Rein Taktisch habe ich keinen Unterschied gesehen. Unsere fundierte Ordnung hat uns ermöglicht, schnell umzuschalten. Mit dem Spiel und dem Stand der Vorbereitung bin ich vollkommen einverstanden“, bilanzierte der Abdin-Coach.

Anders sein Pendant Marcel Bragula. Bis zum Punktspielauftakt am Sonntag, 7. August, 15 Uhr, gegen Vorwärts Nordhorn wartet auf den Übungsleiter und seine Schützlinge „Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit“.

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