Neerstedt - Von Harald KellmannBesser hätte der Start ins neue Jahr für die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt kaum verlaufen können: Eine Woche nach dem überzeugenden 31:19 gegen die TSG Hatten-Sandkrug gewannen die Neerstedter in eigener Halle am Sonnabend auch gegen den Aufsteiger HSG Bützfleth/Drochtersen mit 28:22 (12:14). Für die Mannschaft von Trainer Dag Rieken war es der dritte Heimsieg hintereinander, damit festigte die Mannschaft ihren vierten Tabellenplatz.

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Trotz freier Wurfbahn überlässt Stefan Timmermann in dieser Szene den Torerfolg seinem Mitspieler Jan Busse. Der Heimsieg gegen Bützfleth war zu diesem Zeitpunkt bereits sicher. ·
Während fast zur gleichen Zeit die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Serbien vor über 20 000 Zuschauern dem Ausrichter mit 21:21 einen Punkt abknöpfte, wollten in Neerstedt gerade einmal rund 150 Zuschauer die Partie sehen. Dabei hatte die Rieken-Sieben doch erst vor einer Woche mit dem fulminanten Spiel gegen Hatten-Sandkrug beste Werbung in eigener Sache gemacht. Doch dieses Mal war nicht nur die Zuschauerkulisse deutlich kleiner, auch zwischen den gezeigten Leistungen lagen Welten. TVN-Keeper Olaf Sawicki, gegen Hatten noch der „Hexer“, bekam in der ersten Halbzeit keine Hand an den Ball. Im Angriff versagte die Achse mit Thomas Schützmann (1), Andre Willmann (1) und Bastian Carsten-Frerichs kläglich. Und die Abwehr wirkte so löchrig wie ein Schweizer Käse. „Die Einstellung in der ersten Halbzeit war nicht gut, wir waren nicht aggressiv genug“, hielt Neerstedts Abwehrchef Malte Grotelüschen hinterher fest und bemängelte außerdem die fehlende Konsequenz im Abschluss. Auf der anderen Seiten legten die Gäste ein enormes Tempo vor, so dass die Gastgeber mit dem knappen Rückstand zur Halbzeitpause sogar noch relativ gut weg kamen.
Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild jedoch schlagartig: Neerstedt stellte seine Abwehr von einer 3:2:1 auf die defensive 6:0-Variante um. Zwischen den Pfosten löste Andre Hoffmann den glücklosen Sawicki ab und etablierte sich dort mit einer soliden Leistung. „Wir standen in der Abwehr kompakter und haben vor allem über den Kreis nichts mehr zugelassen“, erklärte Grotelüschen.
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