Von Frank von StadenACHIM · Die bisher uneinnehmbare Festung Achimer Gymnasiumhalle wurde gestern Abend vom TV Cloppenburg bis in die Grundmauern erschüttert, zum Fallen konnte der Handball-Oberligist Tabellenführer SG Achim/Baden dann aber doch nicht bringen. Denn quasi in letzter Sekunde gelang Linksaußen Roman Döhling mit dem 30:29 (17:16)-Siegtreffer der Wurf ins unermessliche Glück.

Traf neunmal: Tobias Freese.
„Roman Döhling, der König von Achim“, gröhlte da kurz nach dem Abpfiff der freudetrunkene Patrick Denker, der wie das gesamte Team vor den zumindest von der heißen Schlussphase begeisterten 350 Zuschauern ausgelassen Freudentänze vollführte.
Etwas nüchterner sah es da sein Trainer Irek Fciejew, der die Art und Weise des Sieges natürlich ebenfalls feierte, allerdings auch in den 60 Minuten zuvor viele Mängel entdeckte, die ihn nachdenklich stimmen dürften: „Wir rufen derzeit nicht das ab, was wir können, spielen unter unserem Niveau. Nur gut, dass wir die Begegnung noch drehen konnten. Klar ist Roman heute unser Matchwinner!“
Gut so, denn in den zähen 59 Minuten zuvor verzeichneten er, wie aber auch das gesamte SG-Team, einige unerklärliche Wackler. Nicht nur im Angriff, sondern auch in der Deckung. Denn im Grunde waren die Achimer dem Tabellenvierten in Spielwitz und Ordnung überlegen, doch immer wieder führten minutenlange Unkonzentriertheiten dazu, dass ein Vorsprung schnell wieder schmolz. „Das sind momentan einfach nicht wir selbst“, haderte da Faciejew. Wahrscheinlich hatte die erste Niederlage eine Woche zuvor in Bremervörde doch größere Spuren als erwartet hinterlassen.
Tore SG: Block-Osmers (5), Katz, Pansing, Döhling (je 3), Patzack, Bock, Denker (je 1), Freese (9/4), Meier, Zschorlich (je 2).
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