Achim - Von Frank von StadenSeine Mitspieler standen noch unten in der Halle, analysierten ihren hochverdienten und nie gefährdeten 34:18 (14:6)-Erfolg im Auswärtsspiel bei der SG Achim/Baden, da stand Großburgwedels Torwart-Oldie und Ex-Nationalspieler Jan-Uwe Lütt schon längst im Freien und sog genüsslich an seine Zigarette.
„Ganz ehrlich“, flachste er dann, „es war hier so einfach, ich hätte die Kippe auch während des Spiels rauchen können.“ Zack, diese schallende Ohrfeige Richtung Gastgeber saß!
Aber sie war auch verdient. Denn die Achim/Badener lieferten am Sonnabend eine so desolate Leistung ab, dass sich schon weit vor Spielende die schon zu Beginn überraschend schwach besetzten Tribünenplätze stark lichteten. „Mir fehlen da selbst die Worte. Wir waren im Angriff ideenlos ohne Ende. Aber bei unserer momentanen Personalsituation war dies kein Gegner, gegen den wir auch nur einen Punkt hätten holen können. Dennoch, ich bin restlos enttäuscht. Wir haben uns präsentiert wie gegen Altenholz, waren einfach schlecht“, konstatierte da nach Spielschluss SG-Coach Irek Faciejew, der fast genauso ratlos wirkte wie seine Mannschaft 60 Minuten zuvor.
Nach dem Wechsel dasselbe Bild. In seiner Verzweiflung ließ Faciejew dann sogar kräftig auf den Positionen wechseln, spielte mal Kreisläufer Cord Katz im Rückraum oder Spielgestalter Florian Block-Osmers auf Linksaußen. Gebracht hat dieser Aktionismus natürlich wenig. Am Ende ging die SG mit fliegenden Fahnen unter.
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