223.05.11|Kreis Verden|Kreis Verden|
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Von Kai CaspersACHIM/BADEN · Schon zwei Minuten vor dem Abpfiff standen die Spieler des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden freudetrunken auf ihrer Ersatzbank. Wohl wissend, dass ihnen der Titel nicht mehr zu nehmen ist. Verantwortlich dafür war der abschließende 34:24 (18:12)-Erfolg über die HSG Varel II, mit dem die folgende Meisterparty gebührend eingeleitet wurde.

Zu spät: SG-Torhüter Arne von Seelen war schneller und verpasst Trainer Irek Faciejew die obligatorische Bierdusche.
Und die begann bereits auf dem Spielfeld. Denn nachdem das Schiedsrichter-Bundesligaduo Kaiser/Kaiser – auch sie hatten ihren Spaß an diesem Spiel und ließen selbst eine Showeinlage von SG-Betreuer Werner Kihsing im Einteiler als Wischer ohne Zögern laufen – abgepfiffen hatten, gab es auf Seiten der SG kein Halten mehr. Schnell hatte sich eine gewaltige Jubeltraube gebildet, tönte es aus den Kehlen „Nie mehr Oberliga, nie mehr, nie mehr“. Aber das war längst noch nicht alles. Denn im Rahmen der Meisterehrung durch Staffelleiter Jens Schoof gab es ebenfalls noch die eine oder andere Überraschung. Wenn auch nicht für Schoof. Denn wie er im Rahmen seiner Rede deutlich machte, war er in den letzten drei Jahren dreimal zwecks Meisterehrung zu Gast in Achim. Und jedes Mal war Irek Faciejew als Trainer für den Erfolg verantwortlich. Eine Tatsache, die natürlich „belohnt“ werden musste. Diese Aufgabe übernahm Arne von Seelen, der Faciejew mit einer Bierdusche beschenkte. Für den SG-Coach allerdings kein Problem, nutzte er den Gerstensaft flugs für einen gekonnten Diver auf dem Hallenboden. Rückblickend auf die Saison musste Faciejew anschließend eingestehen, „dass nicht alles optimal gelaufen ist. Denn den Nervenkitzel zum Schluss hätten wir uns gerne erspart“, ärgerte er sich noch immer über den vergebenen Matchball gegen Konkurrent Bremervörde, der übrigens mit einem Glückwunschfax erster Gratulant war. Und da war er nicht der einzige. Auch SG-Kapitän Cord Katz wurmten die beiden Pleiten. „Das hatten wir uns eigentlich etwas anders vorgestellt. Aber das ist jetzt auch egal, freuen wir uns nun auf die neue Saison in der dritten Liga.“
Dass die SG den Titel im abschließenden Heimspiel perfekt machen würde – es stand bereits vor dem Anpfiff fest. Denn Varel war ohne Verstärkung aus dem Zweitligateam angereist. Als Roman Döhling in seinem letzten Spiel dann per Gegenstoß das 12:6 (22.) erzielt hatte, war klar, dass nichts mehr passieren würde. Fortan hatte die Partie dann auch eher den Charakter eines Freundschaftsspiel, taten beide Teams nicht mehr als nötig. Verständlich: Schließlich benötigten die Gastgeber ihre Kräfte ja noch für die folgende Party.
Tore SG Achim/Baden: Döhling (7/1), Block-Osmers (7), Freese (4), Zschorlich (3), Patzack (2), Katz (2), Meier (2), Schierenbeck (2), Denker (2), Balke (1), Schanthöfer (1), Pansing (1).
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