023.11.09|Kreis Verden|Kreis Verden|
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Von Kai CaspersOYTEN · Das größte Kompliment – es kam ausgerechnet vom Gegner. „Der Sieg in Oyten war vielleicht das Tor zur Meisterschaft. Schließlich haben Berlin und auch Greven hier verloren“, entfuhr es einem mitgereisten Fan der SG Rosengarten kurz nach dem Abpfiff der Partie in der 2. Handball-Bundesliga beim TV Oyten. Die Erleichterung über den extrem hart erkämpften 30:25 (13:14)-Erfolg stand ihm nicht von ungefähr deutlich ins Gesicht geschrieben.

Nicht so agil wie gewohnt: Oytens Kim Pleß (rechts).
Kein Wunder, dass es in der gut gefüllten Oytener Pestalozzihalle auch keine enttäuschten Gesichter zu sehen gab, sondern die Spielerinnen völlig zu Recht mit stehenden Ovationen von den Zuschauern verabschiedet wurden. „Das haben sich die Spielerinnen verdient. Gegen Ende fehlte es uns vielleicht ein wenig an den nötigen Ideen in der Offensive, doch wir haben bis zum Abpfiff alles versucht“, trauerte er ein wenig den vergebenen Hochkarätern aus der ersten Halbzeit nach. „Wenn wir da etwas konsequenter sind, können wir sogar mit einem größeren Vorsprung in die Kabine gehen“, war das 14:13 für ihn zu wenig.
Dennoch zählte die erste Hälfte mit zu den stärksten Vorstellungen, die die Gastgeberinnen bis dato geboten haben. Lediglich zu Beginn gab es kleinere Probleme in der Deckung, durfte vor allem Svenja Rix von der halblinken Position nahezu ungehindert abschließen. Und in der Offensive war zunächst einmal mehr Jaqueline Reinhold Alleinunterhalterin, da Kreisläuferin Julia Züter offensichtlich noch nicht richtig bei der Sache war. Das änderte sich jedoch ab der achten Minute. Als hätte der TVO jeglichen Respekt vor dem vermeintlichen „Überteam“ der Liga verloren, zelebrierte Oyten anschließend Tempohandball vom Feinsten. Nach dem 7:6 erhöhten Züter per Doppelschlag und Kim Pleß sogar auf 10:6 (19.). Allerdings hinterließ diese Phase auch ihre Spuren, denn in der Folgezeit zollten die Gastgeberinnen ihrem Tempo Tribut. Das machte sich vor allem im Abschluss bemerkbar, denn fortan wurden die meisten Würfe eine Beute der starken SG-Torhüterin Turid Arndt. Kurz vor dem Wechsel führte der TVO dennoch mit 14:12, ehe Kim Pleß den abschließenden Angriff viel zu früh abschloss und Oyten so noch das 14:13 kassierte.
Nach dem Wechsel sorgten die Gäste, angeführt von der starken Melanie Schliecker, dann nach dem 20:21 (49.) durch vier Treffer in Folge zum 20:25 endgültig für klare Verhältnisse. Dennoch gab sich der TVO nicht geschlagen und sorgte mit einem Kempator von Reinhold, nach Pass von Kim Pleß, noch für ein Highlight.
Tore TV Oyten: Reinhold (10/3), K. Pleß (5/1), Züter (3), K. Kruse (2), C. Pleß (1), Kronschnabel (1), Kokot (1), Müller (1), Anna-Lena Kruse (1).
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