Von Kai CaspersACHIM/BADEN · Beim Handball-Oberligisten SG Achim/Baden sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Gestern Abend informierten Hauptfinanzier Rainer Krone und Ralf Osmers, Mitgesellschafter der Sportmarketing GmbH, Trainer und Mannschaft darüber, dass im Falle der sportlichen Qualifikation das Aufstiegsrecht in die neue 3. Liga unter bestimmten Voraussetzungen wahrgenommen werden soll.

Im Falle des Aufstiegs müsste Leistungsträger Tobias Freese unbedingt gehalten werden.
„Das sind wir der Mannschaft einfach schuldig“, verdeutlichte Krone gestern. Im gleichen Atemzug gab er jedoch zu verstehen, dass mit dem Aufstieg natürlich erhöhte Kosten – Verbandsabgaben, Schiedsrichter sowie Fahrtkosten – auf den Verein zukommen. Und genau darin könnte letztlich die Crux liegen. „Um das auszugleichen, benötigen wir dringend neue Sponsoren. Allerdings sind bis dato deutliche Signale ortsansässiger Unternehmen ausgeblieben“, zeigte sich Krone darüber ziemlich frustriert. Zumal ihm auf Anhieb Kandidaten einfallen würden. Zwar wollte er dabei nicht groß ins Detail gehen, doch die Vermutung, dass es sich dabei um einen Achimer Getränkegroßhändler handeln könnte, liegt im Grunde genommen auf der Hand. Krone: „Es kann doch nicht sein, dass sich jemand mit einer sehr hohen Summe bei Werder engagiert, aber für das Flaggschiff in der eigenen Kleinstadt nichts über hat.“
Solange sich die finanziellen Bedingungen beim jetzigen Oberliga-Tabellenführer nicht verbessern – zumal Krone bereits gestern ein deutlich geringeres Engagement für die neue Saison ankündigte – kommt im Falle des Aufstiegs nur eine Lösung in Frage. „Dann müssen wir die Personalkosten senken. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht“, verriet Ralf Osmers. Und genau darüber wurde die Mannschaft gestern Abend informiert. „Da gilt es abzuwarten, inwieweit sich die Spieler darauf einlassen. Gut denkbar, dass dann eventuell der eine oder andere Leistungsträger den Verein verlässt“, wollte der Embser nichts ausschließen. Schließlich betonten Krone und Osmers unisono, „dass wir auf keinen Fall ein finanzielles, sondern höchstens ein sportliches Risiko eingehen werden“.
Allerdings wollten Krone und Osmers gestern nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Schließlich gilt es sich erstmal sportlich zu qualifizieren und dann eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen, ehe am 30. April für die Dritte Liga gemeldet wird. Und wenn dann auch noch die finanziellen Rahmenbedingungen passen, hat der Leistungshandball in Achim ja doch noch eine Chance.
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