Von Kai CaspersACHIM/BADEN · Stolz rissen die Spieler des Handball-Drittligisten SG Achim/Baden – sofern sie dazu denn noch in der Lage waren – die Arme in die Höhe. Und ließen sich von ihren restlos begeisterten Fans ausgelassen feiern. Verständlich. Denn nachdem es zur Pause gegen den Oranienburger HC beim 13:21 noch nach einem Debakel ausgesehen hatte, krönte Cord Katz die folgende Aufholjagd der Gastgeber mit dem 32:32.
Kein Wunder, dass auch SG-Trainer Irek Faciejew im Anschluss von einem „geilen Spiel sprach“. Gleichwohl musste er jedoch eingestehen, dass es durchaus einen ganz anderen Ausgang hätte nehmen können. Denn im Gegensatz zu den beiden bisherigen Auftritten in eigener Halle waren die Gastgeber, mit Ausnahme der ersten zehn Minuten, doch nicht mehr als ein Spielball für die stark aufspielenden Oranienburger. Aus dem gebundenen Spiel gab es für das Faciejew-Team gegen die kompakte und resolute OHC-Deckung kein Durchkommen. Das war dann auch deutlich in den Gesichtern der Spieler abzulesen, agierten sie mit zunehmender Zeit immer kopfloser. „Wir haben einfach keine Mittel gefunden, waren regelrecht ratlos“, musste Faciejew eingestehen. Das spiegelte sich dann nach dem zwischenzeitlichen 6:6 (10.) auch deutlich im Ergebnis wider, zogen die Gäste bis zur Pause scheinbar vorentscheidend auf 21:13 davon. Dabei zogen sie phasenweise ein regelrechtes Offensivfeuerwerk ab und stürzten die SG-Defensive von einer Verlegenheit in die andere.
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