Von Kai CaspersACHIM/BADEN · Marco Blum, Torhüter des Handball-Drittligisten SG Achim/Baden, benötigte im Heimspiel gegen den HSV Insel Usedom genau 30 Sekunden, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Diese erreichte in der Folgezeit jedoch ihren Siedepunkt. Egal was die Insulaner auch versuchten – Blum war zur Stelle. Nicht von ungefähr avancierte der SG-Keeper beim 35:28 (18:11) dann auch zum Matchwinner für seine Farben.
Nach dem Wechsel gab es dann zunächst keine Anzeichen dafür, dass es einen anderen Sieger als die SG geben würde. Zumal Kim Pansing mit einem tollen Treffer das 22:16 (40.) erzielte. Danach kam es jedoch, wie auch schon im ersten Heimspiel gegen Brandenburg, zum Bruch im Spiel der Gastgeber. Fortan klafften in der SG-Deckung vermehrt große Lücken, wurde auch in der Offensive zu oft die falsche Entscheidung getroffen. Usedom wusste das zu nutzen und verkürzte in der 54. Minute sogar bis auf 26:28. Als Freese dann auch noch mit einem Siebenmeter scheiterte, schien die Begegnung vollends zu kippen. Doch nun übernahm Patrick Denker die Verantwortung, zeigte sich zudem Blum, der Arne von Seelen erneut im Tor abgelöst hatte, wieder auf dem Posten. Zunächst traf Denker zum 29:26, ehe Blum einen Siebenmeter parierte und damit endgültig die Moral der Gäste zerstörte. Der Rest war dann nur noch Formsache. Dennoch gab es eine Hiobsbotschaft, da Kim Pansing mit Verdacht auf Innenbandriss ausschied.
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