Von Björn LakemannACHIM/BADEN · Ein viel versprechendes Saison-Debüt feierte Handball-Oberligist SG Achim/Baden gestern Abend beim 31:31 (17:13) gegen RK Zemaitijos Dragunas, das als Litauens Meister Europapokal-Luft schnuppert. Allerdings wohnten nur gut 100 Zuschauer dem Spektakel in der Gymnasiumhalle bei.

Frei durch: Arne Zschorlich war in dieser Szene von der litauischen Abwehr nicht zu stoppen. Bei Achim/Badens 31:31 überzeugte der Neuzugang.
„Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich nur zum Teil zufrieden. Viele Unaufmerksamkeiten verdarben mehr“, resümierte der neue SG-Coach Irek Faciejew, dessen litauischer Kollege Arturas Juskenas einen guten Test sah: „Wir waren schlecht und Achim hat sehr gut gespielt.“ Freilich war das, was sein Team angeboten hatte, höchstens Drittliga-Niveau. Das passte zu den sicheren Unparteiischen Cordes/Hustedt, die demnächst selber wie berichtet in der dritthöchsten Spielklasse pfeifen. Vor Beginn hatte sich Hallensprecher Uwe Kellner aufgrund leichter Sprachunsicherheiten beholfen und die Spielernamen der Gäste vom lettischen Gast Martins, der mit einer Delegation aus Achims Partnerstadt Cesis an der Weser weilt, verlesen lassen.
Das hatte den Meister-Handballern wohl zu angenehm in den Ohren geklun-
▪ Zschorlich und
gen, verschliefen sie doch den Auftakt völlig. Den ersten Treffer markierte Patrick Denker, der Linkshänder zeichnete auch für das 4:0 (5.) verantwortlich. Nach dem 9:4 (12.) vom überzeugenden Neuzugang Arne Zschorlich nach „geilem Anspiel von Flo“ (O-Ton Kellner) schlich sich der Gast auf leisen Sohlen heran. Allerdings ließ die SG nicht mehr als ein 10:11 (19.) zu, befreite sich aber dann wieder vom Druck der wuchtigen Osteuropäer. In den letzten zehn Minuten ließ Torben Schierenbeck, er kam vom Oberligameister Habenhausen, sein Können aufblitzen und stellte mit einem Knallbonbon den Pausenstand her – 17:13.
Nach dem Wechsel dominierte weiter die SG, die in dieser Verfassung beste Aussichten hat in der Oberliga oben mitzuspielen. Nach dem 23:20 durch den agilen Kreisläufer Fabian Balke wendete sich allerdings das Blatt. Arne von Seelen, zwischen der 25. und 50. Minute im Tor, verhinderte Schlimmeres. Doch urplötzlich führten die Litauer, Tobias Freese schaffte das aber das 31:31 (60.). Kurz vor Ultimo war die Siegchance da – doch erneut Freese scheiterte am Block.
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