9317.12.11|Sportler des Jahres|Sportler des Jahres|
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Barrien - Am Vorabend vor dem großen Finale sah es nicht gut aus: Ein fieser Sonnenstich machte Niklas Schröder zu schaffen. Mehrfach musste sich der Tennisspieler des Barrier TC übergeben. Eine Absage des Endspiels kam für ihn aber nicht in Frage.

© Foto: Bahlo
Sicherte sich den U 21-Verbandsmeistertitel: Niklas Schröder vom Barrier TC. ·
So stellte er sich am nächsten Tag tatsächlich auf den Platz und besiegte den Varreler Sören Rudeck am Ende mit allerletzter Kraft (6:1, 7:6). Damit sicherte sich Schröder auf eigener Anlage den Titel bei den U 21-Verbandsmeisterschaften.
Dieser Einsatz zeugt von einem enormen Siegeswillen und großer Nervenstärke – die Stärken des 19-Jährigen. Das wurde auch im Laufe des Turniers deutlich: Gegen zwei Vereinskameraden lieferte er sich enge Duelle und behielt in den entscheidenden Situationen stets die Oberhand. „Nach einigen zweiten Plätzen in den Altersklassen vier und fünf ist dieser Titel mein größter Erfolg“, freut sich Schröder, schränkt aber auch ein: „Ich hatte Glück, dass einige Topleute nicht am Start waren.“ Dennoch muss es ein Spieler erst einmal schaffen, „best oft the rest“ zu sein.
Noch vor einigen Jahren hätten viele dem Barrier solch einen Leistungssprung nicht zugetraut. Im Sommer 2008 verlor er als Spieler der BTC-Reserve an Position drei in der Verbandsklasse alle sechs Einzel. Die Pleitenserie ging wenige Monate später weiter: In der Wintersaison blieb er an Rang vier in der Verbandsliga in allen drei Einzeln sieglos. „Damals hatten wir keine richtige Mannschaft. Der Teamgeist fehlte. Dadurch hatte ich wenig Lust auf Tennis“, verrät der Student der Sozialwissenschaften.
Das änderte sich ab der Freiluftsaison 2009, als es in der zweiten Herrenmannschaft einen großen Umbruch gab und ab sofort die Jugendlichen aus der Talentschmiede des Barrier TC das Team bildeten. „Seitdem macht mir Tennis wieder viel mehr Spaß. Alle Spieler sind regelmäßig beim Training, jeder lernt von dem anderen, wir pushen uns gegenseitig“, schwärmt Schröder. Dies gipfelte innerhalb von zwei Jahren in vier Aufstiegen. Einen großen Anteil hat dabei auch der 19-Jährige: Er spielt an den vorderen Positionen und gehört zu den Leistungsträgern. In diesem Sommer legte er an Rang eins und zwei eine 4:1-Bilanz hin. Eine beachtliche Entwicklung, die nicht von ungefähr kam.
„Nach meinem Abitur im Mai habe ich so viel Tennis gespielt wie noch nie. Dadurch habe ich mein bisher höchstes Niveau erreicht“, freut sich Schröder. Doch damit gibt er sich nicht zufrieden. „Es ist kein Geheimnis, dass ich an meiner Beinarbeit und der Fitness arbeiten muss. Auch hinter meiner Vorhand könnte mehr Zug stecken. Aber mit 19 Jahren bin ich leistungsmäßig noch nicht am Ende angelangt. Ich kann bestimmt noch besser werden“, ist er überzeugt. · an
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