Rotenburg - Von Mareike LudwigRiesen Schock für Thorsten Nitz und die Fußballer des Rotenburger SV. Der Stammtorhüter der Bezirksliga-Mannschaft hat sich im Training während eines Zweikampfes im rechten Fuß die Fußwurzelknochen ausgekugelt und alle Bänder gerissen. Ob der 43-jährige Schlussmann überhaupt noch einmal auf die Fußballbühne zurückkehrt, ist derzeit fraglich.

© Foto: Freese
Fällt schwer verletzt aus: Ob Thorsten Nitz überhaupt jemals wieder zwischen den Pfosten stehen wird, ist unwahrscheinlich. ·
„Der Arzt meinte, dass es mit das Schlimmste ist, was mit meinem Fuß passieren konnte. In einer Operation wurden meine Fußwurzelknochen verdrahtet. Jetzt heißt es erstmal sechs Wochen Gips tragen“, berichtet Thorsten Nitz und fügt hinzu: „Danach können die Ärzte erst sagen, ob die Bänder wieder okay sind.“
Bei dieser niederschmetternden Diagnose ist ans Fußballspielen nicht mehr zu denken. Das Tragische daran: Nach dieser Saison wollte der 43-Jährige im Sommer seine Karriere in der Reserve sowieso beenden und danach in der S 40-Mannschaft weiter spielen. „Es ist kein Tal der Tränen, denn das Leben geht trotzdem weiter. Wir spielen nun mal kein Schach. Jeder weiß, dass man sich in einem körperbetonten Sport verletzen kann“, sagt Nitz gefasst. Dennoch findet es der Torwart sehr schade, dass er sich jetzt unter diesen Umständen von der aktiven Fußballbühne verabschieden muss. „Ein Comeback ist ausgeschlossen, denn auf Bezirksliga-Niveau werde ich definitiv nicht mehr spielen können. Mein Hauptziel ist es daher erstmal, dass ich den Fuß wieder voll belasten kann.“
Und auch Thorsten Bruns ist von der Nachricht schockiert: „Es ist für Thorsten sehr tragisch. Hoffentlich wird er schnell wieder fit.“ Der 2. Vorsitzende des RSV muss nun schnell eine Lösung finden, denn am Sonntag steht für die Kroll-Elf mit dem Heimspiel gegen den TSV Dörverden die erste Partie nach der Winterpause auf dem Programm.
Ein möglicher Kandidat wäre Tim Rogas, der aus zeitlichen Gründen zum Jahresbeginn bei der Oberliga-Mannschaft des RSV ausgestiegen war. „Ja, Joachim hat mich angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte in der Zweiten zu spielen. Ich bin am Überlegen und brauche daher noch etwas Bedenkzeit“, erklärt Rogas. Für Bruns wäre es die beste Lösung: „Wenn Tim zurückkommt, wäre es ein Glücksgriff für uns.“
Rogas braucht noch
etwas Bedenkzeit
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