Rotenburg - Von Matthias FreeseJung, dynamisch, erfolgreich: Das vielleicht jüngste Trainer-Duo Deutschlands hat den Rotenburger SV gestern zurück in die Erfolgsspur geführt! Mit Klaas Rathjen (24) und Jonas Toboll (22) als Interimslösung gab der Wümme-Club nach dem 0:14-Tore-Fehlstart aus drei Partien ein eindrucksvolles Lebenszeichen in der Fußball-Bezirksoberliga von sich. 4:0 (2:0) hieß es gegen den MTV Treubund Lüneburg.

Perfektes Debüt: Klaas Rathjen (r.) und Jonas Toboll feierten als Herren-Trainer beim RSV einen Traumeinstand.
Rathjen und Toboll wollten ihren Anteil am Erfolg nach dem Abpfiff nicht überbewertet wissen und blockten ab. So bedurfte es auch einer Extra-Einladung ihrer Spieler, ehe sie sich einreihten und zum Dank an die Fans den „Diver“ vollführten.
Doch was haben die beiden, die den glücklosen und geschassten Hartmut Schwolow vor einer Woche abgelöst hatten, geändert? „Wir haben die einfachen Dinge gemacht – und es hat funktioniert. Die taktischen Sachen sind alle aufgegangen, sensationell!“, meinte Rathjen. Toboll ergänzte: „Es steckt Potenzial im Team. Ich verstehe nicht, warum es die letzten Wochen nicht abgerufen worden ist.“
Geburtstagskind Oliver Dittmer – der bärenstarke Außenverteidiger wurde gestern 21 – tat sich mit Erklärungen ebenfalls schwer. „Wir haben viel miteinander gesprochen. Und wir haben viel am Selbstbewusstsein gearbeitet, zum Beispiel durch Torschüsse.“
Das schien auch Nikolai Pröhl – unter Schwolow in der Kritik – zu beflügeln. Sein clever erzieltes 1:0 vom Fünfer-Eck löste denn auch den Knoten (28.). Noch vor der Pause erhöhte der RSV nach einer scharfen Jager-Flanke, die Thore Kuchlenz ins eigene Netz bugsierte (43.). Für seinen großen Laufaufwand belohnte sich Ugur Saatci nach Konter und feinem Solo mit dem 3:0, bei dem Karsten Wardatzky den Ball noch abfälschte (53.). Ein Freistoß von Jan Fitschen segelte schließlich vorbei an Freund und Feind zum 4:0 ins Tor (81.).
Kein Wunder, dass nach diesem Befreiungsschlag die Frage aufkommt, warum das neue Trainer-Duo nicht auch die Zukunftslösung sein sollte. Doch davon will das Jungspund-Gespann nichts wissen. „Es ist keine längerfristige Lösung, wir sind nur die Platzhalter“, betonte Toboll, während Rathjen meinte: „Wir stehen dem Verein natürlich solange zur Verfügung, wie er uns braucht, denn das Schlimmste wäre jetzt ein Schnellschuss.“
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